In der persönlichen Bestzeit von 9:19,25 Minuten kam sie ins Ziel und schlug fassungslos die Hände vors Gesicht. «Ich bin natürlich überglücklich. Das sind Momente, von denen man träumt, die sich in harten Trainingseinheiten im Kopf abspielen», sagte Krause im ZDF.

Hinter der Kenianerin Hyvin Jepkemoi (9:19,11 Minuten) lief die Olympia-Zweite Habiba Ghribi aus Tunesien (9:19,24) knapp vor Krause auf Platz zwei.

Krause hatte nach dem letzten Hindernis auf der Zielgeraden kurzzeitig sogar geführt, musste sich im Endspurt aber den beiden Rivalinnen noch geschlagen geben. Für die 23-Jährige ist es der größte Erfolg ihrer Karriere. Den deutschen Rekord, den Antje Möldner 2009 bei der WM in Berlin in 9:18:54 aufgestellt hatte, verpasste Krause nur knapp.

Krause, ein Schützling von Bundestrainer Wolfgang Heinig, ist die einzige deutsche Langstreckenläuferin in Peking. Das Toptalent bestritt bereits ihre dritte WM und war bei den Olympischen Spielen 2012 in London auf Rang acht gekommen.