Laden...
Salzburg

«Stecker gezogen»: Eintracht schaltet Salzburg aus

Eintracht Frankfurt steht nach dem 2:2 bei Red Bull Salzburg und dank des 4:1 im Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale. Nächster Gegner ist der FC Basel. Nach der Verschiebung der Partie in Salzburg wegen Sturms ist die Eintracht froh, am Sonntag in Bremen nicht zu spielen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Achtelfinaleinzug
Feierstimmung in Salzburg: Eintracht Frankfurt steht im Achtelfinale der Europa League. Foto: Uwe Anspach/dpa

Sportchef Fredi Bobic war nach dem Einzug von Eintracht Frankfurt in das Europa-League-Achtelfinale ein besonders gefragter Mann.

Die Verlegung des Spiels bei Red Bull Salzburg (2:2) wegen Sturmgefahr auf Freitagabend und die daraus folgende Absetzung der Bundesligapartie der Hessen am Sonntag bei Werder Bremen hatte die Gemüter in der Heimat erhitzt. «Ich bin sehr froh darüber. Wenn ich überlege, dass wir gut 40 Stunden später wieder hätten spielen müssen, wäre das in Richtung Wettbewerbsverzerrung gegangen», erklärte Bobic. «Die Deutsche Fußball Liga hat das gut gemanagt.»

Für die abstiegsbedrohten Hanseaten ist dies dagegen eine «extrem schlechte Entscheidung», wie Werder-Geschäftsführer Frank Baumann klagte. Sie hatten darauf spekuliert, auf einen etwas ausgepowerten Gegner zu treffen. «Natürlich wollen wir spielen, aber mit voller Kraft», konterte Bobic. Auch andere Clubs wie der hinter den Bremern am Tabellenende stehende SC Paderborn wollten dies.

«Ich verstehe Bremen, aber es wäre ein Nachteil für uns gewesen», meinte Eintracht-Trainer Adi Hütter nach dem Weiterkommen dank des 4:1 aus dem Hinspiel. Er halte die Verschiebung der Partie gegen Werder auch deshalb für gerecht, weil Frankfurt «für den deutschen Fußball in Europa viel getan» habe. Die bisher nicht neu terminierte Liga-Begegnung in Bremen solle «so spät wie möglich» nachgeholt werden.

Denn das Programm der Eintracht ist knackig und hochkarätig. Am Mittwoch wird der SV Werder zum Viertelfinalspiel im DFB-Pokal erwartet. Danach stehen drei Kräftemessen mit den Bundesliga-Topclubs Bayer Leverkusen (7. März), Borussia Mönchengladbach (15. März) und Bayern München (22. März) an. Dazwischen geht es in der Europa League gegen den FC Basel (12. und 19. März) weiter.

«Das ist ein Club, der sich in Europa auskennt. Es wird kein einfaches Ding. Wir wollen im Heimspiel vorlegen und weiterkommen», sagte Bobic. Für Mittelfeldakteur Sebastian Rode ist das angesichts von möglichen Gegnern wie Inter Mailand oder Manchester United «ein gutes Los» - mit einem vielleicht großen Handicap. Da die Schweizer Regierung bis mindestens 15. März wegen der steigende Zahl von Coronavirus-Fällen auch Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagt hat, könnte bei einer Verlängerung der Frist die Partie in Basel zum Geisterspiel werden.

«Es wäre schön, wenn wir mit Zuschauer spielen könnten, aber auch das ist höhere Gewalt», so Bobic. Dass der Halbfinalist des Vorjahres weiter auf der europäischen Bühne spielen kann, ist dem Glück in der Anfangsphase des Spiels und in der Summe der eigenen Stärke zu verdanken. Die Salzburger hätten in den ersten 20 Minuten mehr als das Tor von Andreas Ulmer (10. Minute) erzielen können, doch stattdessen gelang André Silva (30.) der Ausgleich.

«Damit ist der Stecker gezogen worden», stellte Hütter fest. Und als die Gastgeber durch Jerome Onguené (72.) noch das 2:1 schafften, war wieder der portugiesische Stürmer zur Stelle und beendete mit dem 2:2 (83.) letzte Zweifel. «Über zwei Spiele gesehen, ist der Einzug ins Achtelfinale absolut verdient», meinte Hütter.