«Ich fühle mich noch jung. Wie lange der Weg im internationalen und olympischen Sport sein wird, werden wir in Ruhe abwarten und sehen.» Ihr mache es nach wie vor ungeheuren Spaß, «Pferde in den Sport hinein zu entwickeln, von einem jungen Pferd zu einem Spitzenpferd». In Tokio hat sie die Stute Bella Rose geritten.

Viel vor hat auch Jessica von Bredow-Werndl, die mit 35 Jahren die Jüngste des Dressur-Trios ist, zu dem noch Dorothee Schneider (52) zählt. «Ich fühle mich am Anfang meines Weges und freue mich, dass ich die große Etappe zu den Olympischen Spielen geschafft habe und hier mit einer Goldmedaille sitzen darf», sagte die Spiele-Debütantin «Ich freue mich auf alles, was noch kommt. Ich weiß nicht, wie lange ich dabei bleiben werde, aber die Erfolge von Isabell sind nicht mehr zu übertreffen.» Darum geht es ihr auch gar nicht: «Ich freue mich, diesen wundervollen Sport mit Pferden machen zu dürfen und genieße den Weg.»

Nach dem 14. Olympia-Gold für ein deutsches Dressur-Team hatten die drei Reiterinnen im Stall mit den Pferden und den Pflegern noch eine dreiviertel Stunde gefeiert, Sushi und Pizza gegessen und etwas getrunken. «Das war sehr feierlich, herzlich, intim und schön», sagte von Bredow-Wendl. Für die drei Pferde gab es zur Belohnung Bananen.

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