Der dichte Fußball-Terminkalender lässt den Clubs keine Zeit zum Verschnaufen. Ab Dienstag geht es bereits mit dem vierten Spieltag in der Champions League weiter.

Alle deutschen Clubs haben beste Chancen auf das Weiterkommen. Am Wochenende folgt der neunte Bundesliga-Spieltag mit dem Südklassiker Stuttgart gegen Bayern. Die deutschen Frauen tragen ihre letzten EM-Qualifikationsspiele aus und dürften weitaus besser abschneiden als die Männer, bei denen Bundestrainer Joachim Löw noch das 0:6-Debakel gegen Spanien aufarbeiten muss.

BUNDESTRAINER: Es ist offen, wann sich Joachim Löw genau mit seinem Team zusammensetzt oder -schaltet. Der Bundestrainer soll dem DFB-Präsidium bis zum 4. Dezember die Aufarbeitung des 0:6-Debakels in Spanien sowie die Perspektive für das EM-Jahr anbieten. Dem Entscheidergremium vorgestellt werden die Ergebnisse dann von DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Die Diskussion über die Zukunft der Nationalmannschaft wird den Deutschen Fußball-Bund in den kommenden Tagen bis dahin eng begleiten. Ob sich Löw vorher noch einmal persönlich äußert, ist aber fraglich.

EUROPAPOKAL: In der Champions League und der Europa League stehen die entscheidenden Spieltage bevor - mit besten deutschen Aussichten. Titelverteidiger FC Bayern wäre mit einem Sieg gegen RB Salzburg am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) schon für die K.o.-Runde qualifiziert. Borussia Dortmund kann am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) gegen Verfolger Brügge einen riesigen Schritt in diese Richtung machen. Gelingt RB Leipzig bei Paris Saint-Germain am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) nach dem Hinspielsieg der nächste Coup, wären auch die Sachsen nahe dran. Borussia Mönchengladbach empfängt als Tabellenführer der Gruppe B am Mittwoch (18.55 Uhr/DAZN) Schachtjor Donezk. In der Europa League sind Bayer Leverkusen, das am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN) gegen Hapoel Be'er Scheva spielt, und die TSG Hoffenheim (18.55 Uhr/DAZN bei Slovan Liberec) ebenfalls auf Kurs.

BUNDESLIGA: In der Fußball-Bundesliga steht am Samstag der Südklassiker zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München im Mittelpunkt. Nach dem guten Saisonstart hofft der Aufsteiger auf eine Überraschung gegen den Spitzenreiter und Triple-Sieger. Der Bayern-Verfolger Borussia Dortmund bekommt es mit dem 1. FC Köln zu tun. Brisanz verspricht auch das Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach und Liga-Schlusslicht FC Schalke 04, das seit 24 Spielen sieglos ist. Den letzten Erfolg gab es übrigens gegen Gladbach. Der Dritte Bayer Leverkusen spielt am Sonntag gegen Hertha BSC.

DFB-FRAUEN: In den abschließenden EM-Qualifikationsspielen trifft Deutschland am Freitag (16.00 Uhr/ZDF) in Ingolstadt auf Griechenland. Am Dienstag darauf geht es dann in Dublin gegen Irland (1. Dezember). Nach sechs Siegen ohne Gegentor ist das DFB-Team bereits vorzeitig für die EM 2022 in England qualifiziert. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg muss auf mehrere Stammspielerinnen wie Alexandra Popp, Pauline Bremer und Sara Doorsoun verzichten und will die Belastung verteilen. «Wenn es irgendwie möglich ist, soll keine Spielerin zwei komplette Spiele machen», sagte die 52-Jährige.

CORONA-DEBATTE: Nach dem Politik-Gipfel am Mittwoch droht dem Amateur- und Breitensport eine weitere Verlängerung der Corona-Zwangspause. DOSB-Chef Alfons Hörmann wirbt trotz allem für zumindest flexiblere Lösungen je nach Region und Sportart für die 90.000 Sportvereine mit 27 Millionen Mitgliedern. Zumindest der Profisport wird seinen Betrieb auch künftig ohne Zuschauer fortsetzen dürfen.

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