Nach monatelanger Corona-Pause wird die Nationalmannschaft wieder ein Pflichtspiel bestreiten. Und gleich eine Partie gegen einen hochklassigen Gegner.

In der Bundesliga der Männer geht es wieder um die Maßnahmen gegen Corona, in der der Frauen wird schon wieder gespielt. Zudem wartet die Fußball-Welt auf die Entscheidung zur Zukunft von Lionel Messi.

NATIONALMANNSCHAFT: 286 Tage nach dem 6:1 gegen Nordirland im bislang letzten Länderspiel versammelt Bundestrainer Joachim Löw am Montag die DFB-Auswahl wieder. In Stuttgart trifft sich der DFB-Kader zur Vorbereitung auf die Partien der Nations League am Donnerstag gegen Spanien und am Sonntag in Basel gegen die Schweiz. Nicht dabei sind die vier Münchner Triple-Sieger Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry sowie die Leipziger Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg, denen Löw nach der Teilnahme am Finalturnier der Champions League eine Auszeit gibt. Hoffenheims Torwart Oliver Baumann, Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach und Robin Gosens von Atalanta Bergamo sind die drei Neulinge. Wieder dabei nach jeweils langer Verletzungspause sind die Münchner Leroy Sané und Niklas Süle. Wegen der Corona-Pandemie müssen die Nationalspieler strenge Hygieneregeln befolgen und sich in der Wochen mindestens drei Tests unterziehen.

LIONEL MESSI: Am Sonntag war er nicht zu sehen. Weltfußballer Lionel Messi erschien nicht zum eigentlich obligatorischen Corona-Test vor dem Trainingsauftakt des FC Barcelona an diesem Montag. Es braucht keinen Hellseher, um das als Zeichen zu deuten. Der Argentinier will weg. Nach 20 Jahren droht aber ein Ende mit Schrecken, die Bedingungen zur Auflösung des bis 2021 laufenden Vertrages scheinen zum großen Streitpunkt zu werden. Und wohin zieht es den Superstar? Nach England zu Manchester City zu seinem einstigen Trainer Pep Guardiola? Nach Frankreich zu Paris Saint-Germain zu seinem früheren Sturmpartner Neymar? Oder nach Italien zu Juventus Turin mit dem anderen Superstar dieser Generation, Cristiano Ronaldo? Oder doch ganz woanders hin? Messi selbst hat sich immer noch nicht geäußert.

DFL-MITGLIEDERVERSAMMLUNG: Die 36 Proficlubs beschäftigen sich am Donnerstag aller Voraussicht nach auch wieder mit der erhofften Rückkehr von Zuschauern in die Stadien. So schnell wird das aber wohl nicht geschehen: Die Bundesliga wird bis mindestens Ende Oktober vor weitgehend leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) warb in einem Statement für «verantwortungsvolle Stufen-Lösungen je nach Pandemie-Lage». Mit deren Umsetzung könne dann im November begonnen werden, «sofern das Infektionsgeschehen dies erlaubt».

FRAUEN-BUNDESLIGA: Dem Champions League-Finalisten ist es vorbehalten, im 50. Jahr des Bestehens des professionellen Frauenfußballs in Deutschland die neue Bundesliga-Saison zu eröffnen. Dabei ist die Ansetzung der ersten Partie identisch mit der der letzten Begegnung der vergangenen Spielzeit: Am Freitag trifft Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg auf den Pokalfinalisten SGS Essen. Der VfL ist erneut der große Favorit auf den Titel, der ihm wohl nur von den im Champions League-Finalturnier stark aufgetretenen Fußballerinnen des FC Bayern streitig gemacht werden kann.

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