Ohne Alexander Zverev, aber mit zwei der ganz Großen und einigen ihrer verbliebenen Herausforderer steigt heute (14.00 Uhr/Sky) das Herren-Viertelfinale in Wimbledon.

Die Augen der meisten Tennis-Fans dürften sich auf Novak Djokovic und Roger Federer richten. Zwei Kanadier sorgen indes für ein Novum.

NOVAK DJOKOVIC (Serbien) - MARTON FUCSOVICS (Ungarn)

Auf der Jagd nach Grand-Slam-Titel Nummer 20 und der Einstellung des Rekordes von Federer und Rafael Nadal sollte Djokovic nicht ins Stolpern kommen. Der 34-jährige Serbe, der in diesem Jahr als erster Tennis-Herr alle vier Grand-Slam-Turniere und Olympia-Gold gewinnen will, kam im bisherigen Turnierverlauf nicht in Gefahr. Die beiden bisherigen Duelle entschied Djokovic für sich, auch wenn er dabei jeweils einen Satz abgab. Der 29-jährige Fucsovics schaltete im Achtelfinale immerhin den an Nummer fünf gesetzten Russen Andrej Rubljow aus.

ROGER FEDERER (Schweiz) - HUBERT HURKACZ (Polen)

Alle Statistiken sprechen natürlich für den 39 Jahre alten Routinier und langjährigen Weltranglisten-Ersten, der schon achtmal in London triumphierte und zum 18. Mal im Viertelfinale steht. Das bisher einzige Duell gewann Federer vor gut zwei Jahren. Aber in der Weltrangliste trennen den achtplatzierten Federer und Hurkacz nur zehn Ränge. Der 24-jährige Pole hat sich kontinuierlich nach oben gearbeitet und in diesem Jahr das Masters-Turnier in Miami gewonnen. In Wimbledon warf er im Achtelfinale den Weltranglisten-Zweiten und Australian-Open-Finalisten Daniil Medwedew aus Russland aus dem Turnier. Federer steht also vor einer unangenehmen Aufgabe.

DIE WEITEREN VIERTELFINALS

Während ab 14.30 Uhr (Sky) erst Djokovic und dann Federer auf dem Centre Court aufschlagen, beginnen schon eine halbe Stunde eher der Kanadier Denis Shapovalov und der Russe Karen Chatschanow ihr Viertelfinale auf dem Platz Nummer eins. Linkshänder Shapovalov gewann die bisher einzige Begegnung. Anschließend hätte gern Alexander Zverev gegen den Italiener Matteo Berrettini gespielt, doch dies darf nun sein 20 Jahre alter Bezwinger Felix Auger-Aliassime tun. 2019 gewann Berrettini das einzige bislang Duell im Endspiel von Stuttgart - auch dort auf Rasen. In Shapovalov und Auger-Aliassime stehen erstmals zwei Kanadier im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers.

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