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Frankfurt/Main

Bundesliga-Trio will geschlossen ins Achtelfinale

Die Europa League wurde von den deutschen Clubs lange als Stiefkind angesehen. Nun könnte erstmals seit der Premiere in der Saison 2009/10 wieder ein Bundesliga-Trio das Achtelfinale erreichen.
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Kevin Trapp
Warnt davor, zu locker in das Rückspiel in Salzburg zu gehen: Eintracht-Keeper Kevin Trapp. Foto: Arne Dedert/dpa
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Zehn Jahre ist es nun schon her, dass die Fußball-Bundesliga zum ersten und bisher auch letzten Mal mit drei Vereinen im Achtelfinale der Europa League vertreten war.

Bei der Premiere des Wettbewerbes überstanden damals der Hamburger SV, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg die erste K.o.-Runde. Der HSV kickt mittlerweile in der 2. Liga, Werder kämpft gegen den Abstieg - nur Wolfsburg zählt neben Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen auch anno 2020 zu den deutschen Hoffnungsträgern auf der etwas kleineren internationalen Fußball-Bühne.

Nach den gewonnenen Hinspielen in der Zwischenrunde hofft das Trio auf den geschlossenen Einzug ins Achtelfinale, der die bislang perfekte Europa-Bilanz der Bundesliga vorläufig krönen würde. Immerhin verzeichneten auch die drei Champions-League-Starter Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig in den Achtelfinal-Hinspielen der Königsklasse durchweg Siege.

Das komfortabelste Polster nimmt der vorjährige Halbfinalist Eintracht Frankfurt in das Rückspiel bei RB Salzburg an diesem Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN) mit. Trotz des 4:1-Heimerfolges vor einer Woche flogen die Hessen am Mittwoch aber mit einem leicht mulmigen Gefühl in die Mozartstadt. «Wir müssen das 4:1 über die Runden bringen», forderte Trainer Adi Hütter.

Sollten seine Profis so schwach agieren wie in der ersten Halbzeit des mit 1:2 verlorenen Bundesligaspiels gegen Union Berlin - dann Servus. Der 50-Jährige wird nach der großen Rotation am vergangenen Montag daher wohl wieder sein A-Team aufbieten. Neuzugang Stefan Ilsanker mahnte: «Wir dürfen nicht nachlassen, die Sache ist noch nicht durch.»

Für beide ist es eine Heimkehr. Hütter, der die Salzburger in der Saison 2014/15 zu Meisterschaft und Pokalsieg in Österreich führte, hat seinen familiären Lebensmittelpunkt immer noch in der Nähe. Und Ilsanker, der beim Double-Gewinn ebenfalls dabei war, wurde nur wenige Kilometer entfernt von Salzburg geboren. Hütter hofft daher auf einen erfolgreichen Trip: «Wenn wir so spielen wie im Hinspiel, bin ich hundert Prozent überzeugt, dass wir weiterkommen.»

Große Zuversicht herrscht bei Bayer Leverkusen, obwohl die Werkself das Hinspiel gegen den FC Porto nur mit 2:1 gewann. «Wir wollen in diesem Wettbewerb ganz weit kommen. Dafür wollen wir jetzt in Porto den ersten Schritt machen», sagte Sportchef Rudi Völler am Mittwoch vor dem Abflug in die Hafenstadt im Norden Portugals.

Nicht mit an Bord war neben Kevin Volland (Syndesmoseriss) auch der erkrankte Charles Aranguiz. Dennoch versprühte Völler Optimismus: «Wir fahren grundsätzlich mit einem guten Gefühl nach Porto. Unsere Antennen sind nach dem 2:1 im Hinspiel ausgefahren - das ist ein gefährliches Ergebnis. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch.»

Auch für den VfL Wolfsburg soll die Europa-Reise bei Malmö FF nicht vorzeitig enden. Die Niedersachsen wollen beim Heimatclub von Schwedens Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovi? ihren 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen. «Wir haben in der letzten Saison hart dafür gearbeitet, um jetzt dort mitspielen zu können», sagte Mittelfeldspieler Yannick Gerhardt und fügte hinzu: «Wir haben eine gute Ausgangsposition.»