Wie fühlen Sie sich nach dieser bitteren Niederlage?

Boll: «Am liebsten würde ich losheulen. Da fehlen mir etwas die Worte, auch wenn mein Gegner sehr, sehr stark gespielt hat. Ich hatte auch meine Chancen, aber dann muss man Führungen und Satzbälle auch nutzen. Ich habe es leider nicht gebacken bekommen.«

Machen Sie sich Vorwürfe, haben Sie etwas falsch gemacht?

Boll: «Vorbereitungstechnisch eigentlich nicht. Die Vorbereitung war optimal. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht zu einem Psychologen hätte gehen müssen. Man steht am Tisch und verkrampft. Ich habe nicht den Weg gefunden, um über mich hinauszuwachsen.»

Wie werden sie mit dieser Enttäuschung umgehen?

Boll: «Das Leben und das Tischtennis-Leben gehen weiter. Ich werde jetzt zwei, drei Tage jammern, dann beginnt der Team-Wettbewerb. Wir haben die Chance, dort eine Medaille zu gewinnen. Die wollen wir nutzen.»