Bayreuth

Saisonabbruch wegen Coronavirus: DEL und DEL2 beenden Spielzeit

Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt: Die DEL und die DEL2 haben die anstehenden Play-offs abgesagt und küren in diesem Jahr keinen Meister.
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Großer Fan-Andrang herrscht normalerweise bei den Play-offs in den  Eishockey-Ligen, doch  nun wurde  die Spielzeit in der DEL und DEL2 vorzeitig beendet. Peter Mularczyk
Großer Fan-Andrang herrscht normalerweise bei den Play-offs in den Eishockey-Ligen, doch nun wurde die Spielzeit in der DEL und DEL2 vorzeitig beendet. Peter Mularczyk

Die Saison ist vorbei - ohne Meisterkür. Das hatte es zuvor seit Einführung der Bundesliga im Jahr 1958 nie gegeben.

"Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Klubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. "Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus."

Damit sind auch Play-offs ohne Zuschauer keine Option mehr. Hintergrund der Absage ist, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu aufgefordert hatte, Veranstaltungen ab einer Größe von 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres zu unterlassen. Die Bayerische Staatsregierung beschloss daraufhin ein Veranstaltungsverbot bis 19. April. Eigentlich sollte am Mittwoch die erste Play-off-Runde in der höchsten deutschen Spielklasse beginnen.

Die Hauptrunde, die am Sonntag zu Ende gegangen war, hatte der EHC Red Bull München als Erster vor Titelverteidiger Adler Mannheim und dem Überraschungsteam Straubing Tigers beendet. München, Mannheim, Straubing und die Eisbären Berlin werden in der kommenden Spielzeit an der Champions Hockey League teilnehmen.

Bayreuth Tigers bleiben Zweitligist

Auch in der DEL2 wird es in dieser Spielzeit keine Auf- und Abstiegsrunde geben. Die Play-offs beziehungsweise -downs sollten am Freitag beginnen. "Gerade in Folge einer so spannenden und sportlich extrem ausgeglichenen Saison, wie wir sie in der Hauptrunde erleben durften, tut uns dieses vorzeitige Ende der Saison weh. Wir bedauern dies für die gesamte DEL2-Familie", wird DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch in einer Mitteilung zitiert. "Natürlich haben wir gehofft, die Saison zu Ende zu spielen. Letztlich hat aber die Gesundheit aller Beteiligten und die Beachtung offizieller Anweisungen und Vorgaben oberste Priorität."

Die Löwen Frankfurt stehen als Hauptrundensieger fest. Aufgrund des vorzeitigen Saisonendes gibt es aber in diesem Jahr keinen DEL2-Meister und auch keinen sportlichen Absteiger. Die Bayreuth Tigers, die die Qualifikation für die Pre-Play-offs trotz einer starken Hauptrunden-Schlussphase verpasst hatten, bleiben somit in der kommenden Saison Zweitligist.