Berlin
EM 2016 in Frankreich

Kimmich, Weigl und Sané dabei: Das ist der vorläufige EM-Kader von Deutschland

Bundestrainer Joachim Löw hat am Dienstag in der französischen Botschaft in Berlin sein vorläufiges EM-Aufgebot bekannt gegeben. Diese Spieler sind dabei:
Bundestrainer Joachim Löw hat in Berlin seinen vorläufigen EM-Kader bekannt gegeben. Foto: Jan Woitas/dpa
Bundestrainer Joachim Löw hat in Berlin seinen vorläufigen EM-Kader bekannt gegeben. Foto: Jan Woitas/dpa
Diese 27 Spieler stehen im vorläufigen Kader für die Europameisterschaft 2016 vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich (aktuelle Vereine in Klammern):


TOR

Manuel Neuer (FC Bayern München), Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

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VERTEIDIGUNG

Mats Hummels (Borussia Dortmund), Jérôme Boateng (FC Bayern München), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Jonas Hector (1. FC Köln), Antonio Rüdiger (AS Rom), Emre Can (FC Liverpool), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim)


MITTELFELD/ANGRIFF

Marco Reus (Borussia Dortmund), Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Mario Götze (FC Bayern München), Thomas Müller (FC Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Toni Kroos (Real Madrid), Sami Khedira (Juventus Turin), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Karim Bellarabi (Bayern 04 Leverkusen), Julian Weigl (Borussia Dortmund), Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Leroy Sané (FC Schalke 04), Julian Draxler (VfL Wolfsburg), Mario Gomez (Besiktas Istanbul), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Jushua Kimmich (FC Bayern München)

Laut Reglement der UEFA muss Löw seinen vorläufigen Kader bis zum 31. Mai auf 23 Spieler reduzieren. Üblicherweise erfolgt die endgültige Nominierung bereits am 30. Mai. Löw muss aus seinen vorläufigen Kader also noch vier Spieler streichen. Einen Torhüter wird es nicht mehr treffen.


Das sagt Löw zu den "Überraschungen" im Kader:


Julian Brandt

Der 20-Jährige war ein Geheimtipp. Er würde sich "einen Ast abfreuen", wenn er mit ins Trainingslager dürfte, hatte Julian Brandt am vergangenen Wochenende gesagt. Neun Tore und fünf Vorlagen in 29 Ligaspielen waren seine Empfehlung, vor allem aber ein starker Endspurt. "Er hat einen guten Lauf", betonte Löw. Die Vorzüge des offensiven Außenbahnspielers liegen auf der Hand: Brandt ist schnell, mutig, dribbelstark. Und er kann etwas, was Löw auch an Mario Götze so schätzt: "Er kann in engen Räumen sehr gut kombinieren."


Leroy Sané

Der Schalker hat den anderen drei Youngstern etwas voraus. Der 20 Jahre alte Senkrechtstarter hat schon ein Länderspiel bestritten. Das ging am 13. November 2015 in Paris beim 0:2 gegen Frankreich aber in der Nacht der Terroranschläge unter. "Sané hat außergewöhnliche Fähigkeiten", schwärmte Löw damals wie nun wieder in Berlin. Der 20-Jährige sei unheimlich schnell und könne "besondere Sachen", so Löw. In 33 von 34 Bundesligaspielen kam der Außenstürmer auf Schalke zum Einsatz. Er erzielte acht Tore. Zwischendrin fiel er - typisch für junge Aufsteiger - in ein Loch. Zuletzt war er wieder bärenstark.


Joshua Kimmich

Wer im Starensemble des FC Bayern regelmäßig spielt, ist ein natürlicher EM-Kandidat. "Er hat es sich einfach verdient", sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer zur Nominierung seines Teamkollegen. Wie Löw in Berlin hob auch Neuer in München die Flexibilität des 21 Jahre alten Defensivspezialisten hervor. Pep Guardiola setzte Kimmich beim deutschen Meister im Mittelfeld, rechts hinten und sogar als Innenverteidiger ein. Die Vielseitigkeit spricht für Kimmich, seine Ballsicherheit, seine Abgeklärtheit in jungen Jahren. Und auch, dass er "bei Bayern auf hohem Niveau" gespielt habe, wie Löw erläuterte.


Julian Weigl

Vom EM-Ausfall seines verletzten BVB-Kollegen Ilkay Gündogan könnte ausgerechnet der 20-Jährige profitieren. Sein Aufstieg ist schwindelerregend. Für nur zwei Millionen Euro kam er aus der 2. Liga von 1860 München und startete in Dortmund unter Trainer Thomas Tuchel zum Leistungsträger durch. Nur drei BVB-Profis kamen auf mehr als seine 30 Bundesligaeinsätze. "Eine gute Rolle" spiele Weigl bei der Borussia, lobte Löw, mit viel Übersicht und Ballsicherheit erledige er seinen Job. Löw zog den Dortmunder Pokalfinalisten im Mittelfeld immerhin schon mal einem Weltmeister wie Christoph Kramer vor.


mit Material der dpa