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Basketball

Moskau im Finale der Euroleague

ZSKA Moskau steht im Finale der Basketball-Euroleague. Am Freitagabend schlug der Favorit im russischen Duell Lokomotiv Kuban Krasnodar mit 88:81 (47:37).
Am Donnerstag erst zum wertvollsten Spieler (MVP) der Eurolegaue-Saison gewählt, zeigte Nando de Colo (rechts) von ZSKA Moskau im Halbfinale gegen Lokomotiv Kuban Krasnodar warum. Mit 30 Punkten legte der Franzose eine grandiose Vorstellung hin und führte sein Team ins Finale. Foto: dpa
Am Donnerstag erst zum wertvollsten Spieler (MVP) der Eurolegaue-Saison gewählt, zeigte Nando de Colo (rechts) von ZSKA Moskau im Halbfinale gegen Lokomotiv Kuban Krasnodar warum. Mit 30 Punkten legte der Franzose eine grandiose Vorstellung hin und führte sein Team ins Finale. Foto: dpa
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Wer Finalgegner am Sonntag (18 Uhr) in der Berliner Arena am Ostbahnhof ist, Fenerbahce Istanbul oder Laboral Kutxa Vitoria, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Dem Final-Four-Debütanten vom Schwarzen Meer war die Nervosität enorm anzumerken. ZSKA zog gleich auf 9:0 davon und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Überragender Akteur bei Moskau war der Euroleague-MVP Nando de Colo mit 30 Punkten.


Delaney bricht den Bann

Über drei Minuten benötigte Krasondar, bis der Ex-Münchner Malcom Delaney sein Team auf die Anzeigetafel brachte. Da hatte ZSKA um den Euroleague-MVB Nando de Colo bereits neun Zähler auf dem Konto.
Krasnodar kam zwar auf vier Zähler heran (13:9), mussten allerdings das zweite Foul gegen ihren Topscorer Delaney einstecken. Noch nach zehn Minuten führten die Hauptstädter mit 23:12.


Krasnodar kommt auf vier Punkte heran.

Der Außenseiter intensivierte im zweiten Viertel seine Abwehrarbeite und kam erneut auf vier Zähler heran (23:19), doch der Armeesportklub antwortete mit einem 15:4-Lauf zum 38:23. Von der besten Abwehr der Euroleague-Saison von Krasnodar, das die wenigsten Gegenpunkte kassierte, war bis dahin nichts zu sehen. "Wir müssen besser verteidigen", forderte Loko-Trainer Georgios Bartzokas von seinen Mannen.


22 Offen

Da Krasnodar sich aber immer wieder Offensivrebounds vom Moskauer Brett fischte (insgesamt 22, 12 bis zur Pause ) kamen Delaney & Co. trotz einer zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstandes nach 20 Minuten wieder auf 37:47 heran und machten in der zweiten Hälfte gleich weiter (45:52).
Zwei Dreier, von Milos Teodosic und de Colo, erstickten die Jubelgesänge der Lokomotiv-Fans im Keim. So richtig deutlich abschütteln ließen sich die Südrussen aber nicht, da Anthony Randolph unter dem offensiven Brett von ZSKA nicht unter Kontrolle zu bekommen war.
Mit einem Buzzer-Beater zum Ende des dritten Viertels von Dante Draper aus gut neun Metern verkürzte Krasnodar auf 59:68.


ZSKA zehrt von 16-Punkte-Führung

Am Ende ließ Moskau nichts mehr anbrennen. De Colo erhöhte das Polster für ZSKA auf 16 Punkte (78:62). Auch wenn Draper und Delaney mit Dreiern 35 Sekunden vor Schluss auf 79:84 verkürzten, die ZSKA-Stars behielten die Nerven und zogen nach 2012 wieder ins Finale ein.