Doha
Statue

Kopfstoß für die Ewigkeit in Katar aufgestellt

In Doha soll ein Kunstwerk die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 steigern, das an einen der skurillsten Fußballmomente aller Zeiten erinnert - Zinedine Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi im WM-Finale 2006 in Berlin.
Eine rund fünf Meter hohe Bronzestatue in Doha (Katar) erinnert an den legendären Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen Marco Materazzi im WM-Finale 2006. Der Künstler - ein Algerier namens Abdel Abdessemed - nannte sein Werk: "Coup de Tete" (zu deutsch: Kopfstoß). Fotos: dpa
Eine rund fünf Meter hohe Bronzestatue in Doha (Katar) erinnert an den legendären Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen Marco Materazzi im WM-Finale 2006. Der Künstler - ein Algerier namens Abdel Abdessemed - nannte sein Werk: "Coup de Tete" (zu deutsch: Kopfstoß). Fotos: dpa
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Es ist mit Sicherheit eines der skurillsten Kunstwerke der Welt: Eine fast fünf Meter hohe Statue aus Bronze steht seit Kurzem an der Strandpromenade in Doha, der Hauptstadt von Katar - bekanntlich Austragungsort der FIFA-Weltmeisterschaft 2022.

Die Statue erinnert an einen der unsportlichsten Sportmomente aller Zeiten: In der 109. Spielminute des WM-Finales 2006 (Frankreich gegen Italien) stößt der dreimalige Weltfußballer Zinedine Zidane seinen italienischen Gegenspieler Marco Materazzi mit dem Kopf gegen die Brust und bekommt dafür die rote Karte. Im anschließenden Elfmeterschießen trifft Materazzi vom Punkt und sichert Italien damit den vierten Weltmeistertitel.

Vor den Fernsehgeräten rätselt die ganze Welt, was Zidane zu dieser Aktion veranlasst hat. Binnen kürzester Zeit verbreitet sich das Bild von Zidanes Kopfstoß. Später wird bekannt, dass Materazzi Zidane provoziert und dessen Schwester beleidigt hatte. Der Fall landet vorm Sportgericht. Die FIFA sperrt Materazzi für zwei Spiele, außerdem muss er eine Geldstrafe zahlen.

Die fünf Meter hohe Statue des algerischen Künstlers Adel Abdesseme wurde bereits Ende September 2012 vor dem Centre Pompidou in Paris enthüllt. Damals hatte das umstrittene Kunstwerk viele Touristen angelockt.

Einen ähnlichen Effekt erhoffen sich wohl nun die Käufer aus Katar, die mit dem Aufstellen der Statue in Doha das Fußballfieber in dem Emirat anheizen wollen.