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Fußball-Weltmeisterschaft

WM 2018 im Ticker: Gut erzogene Fußball-Fans - Japaner räumen nach Spiel ihren Müll auf

Der Ball rollt! Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist gestartet. Bei uns gibt es alle Highlights, Kuriositäten und Skandale der WM im Newsticker.
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Japan - Senegal im Jekaterinburg-Stadion: Fußballfans sammeln nach dem Spiel den Müll auf der Tribüne ein. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa
Japan - Senegal im Jekaterinburg-Stadion: Fußballfans sammeln nach dem Spiel den Müll auf der Tribüne ein. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Umstrittene Schiri-Entscheidungen, brutale Fouls, seltsame Interviews, peinliche Fauxpas: Wir haben alle Highlights der Fußball-Weltmeisterschaft im Ticker.
 


Update, 24. Juni 2018: Fans räumen ihren Müll auf


Das war eine saubere Angelegenheit. Viele Fußballfans aus Japan haben nach dem 2:2 ihrer Mannschaft im WM-Spiel gegen Senegal auf ihrer Tribüne aufgeräumt und den Abfall in Müllsäcke gesteckt. Vielleicht lag das gute Benehmen am Sonntagabend in Jekaterinburg ja an der Anwesenheit von Prinzessin Hisako Takamado. Auch Fans aus dem Senegal räumten ihren Müll weg.

Schon bei den ersten Begegnungen ihrer Mannschaften waren deren Anhänger auf diese Weise positiv aufgefallen. Von der Aktion der Japaner hatten sich im ersten Spiel auch Fans aus Kolumbien animieren lassen, ihren Abfall wegzuräumen.

 


Update, 21. Juni 2018: Peinlicher Patzer des Co-Trainers von England


Dem Assistenztrainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft ist drei Tage vor dem zweiten Spiel der Three Lions gegen Panama möglicherweise ein peinlicher Patzer unterlaufen. Steve Holland wurde am Trainingsplatz mit einem Zettel gesichtet, der offenbar die taktische Aufstellung für die Partie am Sonntag zeigte.

Einem Fotografen gelang es, ein Foto von Hollands Notizzettel zu machen.
Sollte es sich dabei tatsächlich um die Startelf für die Partie gegen Panama handeln, würden Marcus Rashford und Ruben Loftus-Cheek in Nishni Nowgorod anstelle von Raheem Sterling und Dele Alli von Beginn an spielen. Während Sterling zunächst auf der Bank Platz nehmen würde, ist Allis Einsatz am Sonntag wegen einer Verletzung fraglich.

Das gleiche Missgeschick war Hollands Vorgänger, Ray Lewington, bei der EM 2016 unterlaufen, als eine Notiz von ihm vor dem Gruppenspiel gegen Russland abfotografiert worden war - allerdings stellte der damalige Trainer Roy Hodgson schließlich doch anders auf.

 

 

 

 


Update, 21. Juni 2018: Jüngster Torschütze Frankreichs der WM-Geschichte


Kylian Mbappé ist zum jüngsten Torschützen in der WM-Geschichte der französischen Fußball-Nationalmannschaft aufgestiegen. Der Torjäger von Paris Saint-Germain war bei seinem Führungstreffer im Spiel gegen Peru am Donnerstag exakt 19 Jahre, sechs Monate und einen Tag alt. Damit übertraf er David Trezeguet, der 1998 gegen Saudi Arabien im Alter von 20 Jahren und 246 Tagen traf.

 

 

 

 

 


Update, 21. Juni 2018: Iraner Mohammadi sorgt mit Einwurf für Lacher


Der iranische Fußball-Nationalspieler Milad Mohammadi hat bei der 0:1-Niederlage gegen Spanien mit einem kuriosen Einwurf in der Nachspielzeit für Lacher gesorgt. Der Verteidiger küsste den Ball im zweiten WM-Vorrundenspiel der Iraner am Mittwochabend in Kasan erst, dann machte er mit dem Ball in der Hand eine Rolle vorwärts und stoppte kurz vor der Seitenlinie. Den Ball warf er dann schließlich doch normal zu seinem Mitspieler, die Chance auf den Ausgleich bekam seine Mannschaft aber nicht mehr. Der kuriose Flic-Flac-Einwurf des 24-Jährigen vom russischen Club FK Achmat Grosny sorgte in den sozialen Netzwerken für zahlreiche Lacher.

 

 

 

 

 

 

 


Update 19. Juni: Isländer Gíslason vom SV Sandhausen wird zum Social-Media-Star

Rúrik Gíslason spielt Fußball beim Zweitligisten SV Sandhausen (davor für den 1. FC Nürnberg), kickt für die Nationalmannschaft Islands - und ist seit seinem WM-Debüt gegen Argentinien ein Social-Media-Star. Wie Medien aus Island am Dienstag berichten schoss die Zahl der Instagram-Follower des Flügelspielers seit dem historischen 1:1 gegen Messi und Co. von rund 40.000 auf - Stand Dienstagabend - mehr als 540.000. Binnen drei Stunden kamen fast 30 000 Follower dazu.
Vor allem in Südamerika gewann der muskulöse Mann mit zu einem kleinen Zopf gebundenen blonden Haar und dem Bart nach seiner Einwechslung gegen Argentinien demnach zahlreiche neue Fans. Gíslaslon ist der Hype dem Vernehmen nach peinlich - dazu geäußert hat er sich bislang in der Öffentlichkeit noch nicht.

 

 

 

 


Update 17. Juni: Homophobe Rufe beim Spiel Deutschland - Mexiko?
 

Der Weltverband FIFA will nach homophoben Rufen der mexikanischen Fans im WM-Spiel gegen Deutschland vor der Entscheidung über mögliche Konsequenzen erst Berichte prüfen. Die Anhänger rufen traditionell "Puto" bei Abschlägen oder Freistößen des Gegners - so auch mehrfach beim 1:0-Sieg über das Team von Bundestrainer Joachim Löw im Moskauer Luschniki-Stadion. Das Wort ist eine homophobe Beleidigung, die Mexikaner wollen es aber anders verstanden wissen.

Der Weltverband sammele die verschiedenen Spielberichte und mögliche Beweise, darunter auch von einem Anti-Diskriminierungs-Beobachter, teilte die FIFA auf Anfrage mit. Dieser sei bei dem Vorrundenduell am Sonntag anwesend gewesen. Vor Prüfung aller Informationen gebe es keine weiteren Kommentare.

Beim Confederations Cup war das mexikanische Nationalteam von der FIFA verwarnt worden. Die Mannschaft richtete sich anschließend in einem offenen Brief an seine Fans, mit der Bitte die Rufe einzustellen. Auch vor der WM in Russland appellierte der mexikanische Verband wieder an seine Anhänger, den Ausruf zu unterlassen.

 

 

 

 


Update 17. Juni: Deutschland verliert gegen Mexiko


Es ist die Sensation, die wohl niemand für möglich gehalten hätte. Deutschland hat das Auftaktspiel gegen Mexiko mit 0:1 verloren - ein historischer Sieg für die Mexikaner. 90 Minuten versuchten die Deutschen immer wieder zum Tor der Mexikaner vorzudringen - es haperte immer am Abschluss. Sogar der Joker Gomez konnte nichts mehr reißen - er wurde in der 80. Minute eingewechselt.

Deutschland steht nun vor den weiteren Spielen in der Gruppe F unter großem Druck - die nächsten Gegner sind Südkorea und Schweden. Vor 78 011 Zuschauern im Stadion Luschniki in Moskau erzielte Hirving Lozano in der 35. Minute nach einer Reihe von Fehlern in der deutschen Abwehr den Siegtreffer für die Mexikaner. Damit verlor die DFB-Auswahl erstmals seit 36 Jahren wieder ein Auftaktspiel bei einer Weltmeisterschaft. In der Partie am nächsten Samstag gegen Schweden (20.00 Uhr/ARD) in Sotschi benötigt die deutsche Mannschaft einen Sieg, um die Chance auf den Achtelfinaleinzug zu wahren.

 

 

 

 


Update 17. Juni: ZDF blendet falsches Ergebnis ein

Diese Panne bemerkten nur sehr aufmerksame TV-Zuschauer: Das ZDF hat zu Beginn der Übertragung des WM-Spiels Deutschland gegen Mexiko kurzzeitig eine 3:0-Führung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft angezeigt. Auf Twitter zeigte der Sender ein Video mit der falschen Ergebnisangabe, die nach wenigen Sekunden korrigiert wurde. In den sozialen Netzwerken spekulierten einige Nutzer sofort, der Sender kenne das Ergebnis schon vorab. Diese Vermutung wurde kurze Zeit spät mit dem Führungstor für Mexiko widerlegt.

 

 

 

 


Update: 17. Juni : Tor für Mexiko


Es hatte sich bereits angekündigt - Das erste Tor im Spiel Deutschland gegen Mexiko ist gefallen. Aber: Es ist nicht das ersehnte Tor für die deutsche Mannschaft. Hummels ist in der Mitte weit aufgerückt, verpasst dann den Ball beim Klärungsversuch. Und dann geht es wieder schnell und wieder über links bei den Mexikanern. Lozano bekommt den Ball im Sechzehner, lässt noch Özil aussteigen und trifft links unten zur Führung.

 

 

 

 

 


Update 17. Juni 12:41 Uhr: Götze und Stindl drücken deutschem Team die Daumen

Der von Bundestrainer Joachim Löw nicht für die WM in Russland nominierte Fußball-Weltmeister Mario Götze hat der deutschen Nationalmannschaft vor dem Auftaktspiel gegen Mexiko viel Glück und Erfolg gewünscht. "Ich drücke die Daumen für mein Team", übermittelte der 26 Jahre alte Dortmunder, der im Endspiel 2014 in Brasilien in der Verlängerung das Siegtor gegen Argentinien erzielt hatte, am Sonntag via Twitternach Moskau: "Holt den fünften Stern."

Auch der wegen einer Fußverletzung in Russland fehlende Gladbacher Offensivspieler Lars Stindl wünschte wenige Stunden vor dem Anpfiff im Luschniki-Stadion seinen Teamkollegen "alles Gute" fürs Turnier. "Jungs, ich drücke Euch die Daumen! Holt den Pokal nochmal nach Deutschland!"

 

 

 

 

 


Update 17. Juni, 12:05 Uhr: Deutsche Elf startet ins Turnier

Im DFB-Quartier steigt die Anspannung. Gegen Mexiko soll der nächste Topstart in ein Turnier mit Löw als Chef gelingen. Der Bundestrainer macht seine 23 Spieler heiß: "Es gibt nichts Besseres als eine WM." Anpfiff für DFB-Team: Löw will Zeichen setzen

 

 

 

 


Update 17. Jun, 6:31 Uhri: Aufregung in Moskau: Taxi fährt in Menschenmenge

Schockmoment am Rande der Fußball-WM in Russland: Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen ist in Moskau ein Taxi in eine Menschenmenge gefahren. Die Behörden gehen von einem Unfall aus. War es das wirklich? Moskau: Taxi fährt in Menschenmenge - acht Verletzte

 

 

 

 


Update 16. Juni: Kroatien mit erfolgreichem WM-Auftakt gegen Nigeria

Die Kroaten untermauern ihren Status als WM-Geheimfavorit. Beim 2:0 über Nigeria gelingt zwar kein berauschender, aber ein verdienter Sieg. Dagegen bleiben die vom Deutschen Gernot Rohr trainierten Afrikaner harmlos: Eigentor und Elfmeter: Rohr verliert mit Nigeria

 

 

 

 


Update 16. Juni: Tierquälerei bei Jubel-Korso in Moskau?

Die russischen Fans haben stilecht mit Autokorso in Moskau ihren klaren Auftaktsieg über Saudi-Arabien (5:0) gefeiert. Doch was war das auf einer Rückbank eines Korso-Teilnehmers? Richtig, ein leibhaftiger Bär. Das sorgt für Diskussionen: Leibhaftiger Bär bei WM-Jubelkorso in Moskau

 

 

 

 


Update 16. Juni: Dänemark siegt dank Poulsen-Treffer über Peru

In ihrem ersten WM-Spiel seit 1982 zeigt Peru gegen Dänemark eine engagierte Vorstellung. Doch nach einem verschossenen Elfmeter und trotz guter Torchancen kassieren die Südamerikaner eine knappe Niederlage. Dänemarks Poulsen wird als Matchwinner gefeiert, dem Ex-Stuttgarter Kvist droh das WM-Aus: Poulsen nach Sieg über Peru: "Bin glücklich"

 

 

 

 


Update 16.Juni, 16:41 Uhr: Island spielt Unentschieden gegen Argentinien

Der Sprung ins Viertelfinale einer Europameisterschaft stellt für die Isländische Nationalmannschaft den bislang größten Erfolg dar. Doch auch das Gruppenspiel bei der WM 2018 gegen Argentinien wird so manch einem Fußball-Fan im Kopf bleiben. Mit einem Unentschieden gegen Argentinien zeigten die Inselbewohner: Bei der WM 2018 ist noch gar nichts entschieden - Favorit hin oder her. Obwohl Argentinien deutlich überlegen war, war das Glück heute eindeutig auf der Seite der Inselbewohner. Messi scheiterte nämlich vom Elfmeter-Punkt - Er tritt zum Strafstoß an und schießt den Ball halbhoch Richtung linke Seite des Tores. Ein dankbarer Ball für Halldorsson, der parieren kann. Auch sonst macht der isländische Torwart ein Top-Spiel. Huh!

 

 

 

 


Update 14. Juni, 19.23 Uhr: Robbie Williams zeigt den Mittelfinger

Der britische Popstar Robbie Williams hat seinen Auftritt bei der WM-Eröffnungsfeier im Moskauer Luschniki-Stadion mit einer unsportlichen Geste beendet. Bei der Liedzeile "I did this for free" ("Ich habe dies umsonst gemacht") streckte Williams am Donnerstag demonstrativ den Mittelfinger seiner linken Hand in die Kamera. Es blieb zunächst unklar, welche Botschaft der Musiker damit an wen übermitteln wollte.

In den sozialen Netzwerken wurde spekuliert, der britische Künstler könne auf Kritik aus der Heimat an seinem Auftritt in Russland reagiert haben. Das russische Internetportal "lenta.ru" vermutete dagegen, Williams habe den Russen den Finger gezeigt. Die Eröffnungsfeier war weltweit live übertragen worden. Anfang der Woche hatte Robbie Williams mitgeteilt, es sei für ihn ein Jugendtraum, eine Fußball-Weltmeisterschaft vor 80 000 Fans im Stadion zu eröffnen. Er versprach seinen Fans eine "unvergessliche Show".

 

 

 

 


Der prominente Kreml-Kritiker Bill Browder hatte Williams im Vorfeld für dessen Auftritt in Moskau scharf kritisiert. "Es gibt viele Wege Geld zu verdienen, Robbie Williams, aber seine Seele an einen Diktator zu verkaufen, sollte keiner davon sein. Schäm Dich!", schrieb Browder auf Twitter als Reaktion auf Williams' Ankündigung, in Moskau aufzutreten.

Browder zählte mit seiner Fondsgesellschaft einst zu den größten Investoren in Russland. Der gebürtige US-Amerikaner mit britischer Staatsbürgerschaft hatte vor einigen Jahren durch die Enthüllung eines Finanzskandals internationale Sanktionen gegen Moskau auf den Weg gebracht. Browder selbst bezeichnet sich als "Staatsfeind Nummer eins" für Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

 

 

 


Auch Englands diskutierfreudiger Ex-Fußballstar Gary Lineker ging auf die provokante Geste des Popstars ein, wollte sich aber nicht an den Spekulationen über die Motive beteiligen. "Diese WM-Eröffnungsfeier war genauso Müll wie alle anderen. Fangt mit dem Fußball an", schrieb Lineker auf Twitter.

 

 



14. Juni 2018: Holland ist nicht dabei


Weil seine Niederländer bei der Fußball-WM in Russland nicht dabei sind, hat sich der ehemalige Bayern-Trainer Louis van  Gaal für das Turnier neue Lieblingsteams gesucht. In einem Video auf Twitter verkündete van Gaal nun, wem er die Daumen drückt: Portugal und Marokko. Der 66-Jährige wohnt in Portugal, in den Niederlanden leben viele Marokkaner. Am kommenden Mittwoch hat van Gaal die Qual der Wahl: Dann trifft der Europameister um Cristiano Ronaldo in Moskau auf den Außenseiter aus Nordafrika.

 

Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa