St. Pauli kassierte im ersten Spiel nach der Trennung vom ehemaligen Trainer eine 0:3 (0:2)-Niederlage beim SSV Jahn Regensburg. Die Kölner, die unter der Woche den ersehnten ersten Saisonsieg eingefahren hatten, landeten am Freitagabend beim 2:1 in Paderborn den ersten Auswärtserfolg. Auf den vierten Tabellenrang rückte Aufsteiger VfR Aalen vor. Zu Hause gab es gegen den FSV Frankfurt ein 3:0 (1:0).

Francky Sembolo erzielte vor 12 183 Zuschauern in Regensburg das erste Tor. Nach Vorarbeit von Oliver Hein blieb Sembolo vor dem Hamburger Tor ganz cool und verwandelte zu seinem dritten Saisontreffer. Beim 2:0 behielt Jim-Patrick Müller (44.) aus spitzem Winkel die Übersicht. Schnell waren nach der Pause die hanseatischen Hoffnungen auf Besserung dahin: Pass Jonatan Kotzke - und dann veredelte Sembolo (55.) erneut.

Anstelle von Schubert leiteten übergangsweise die Assistenten Timo Schultz, Mathias Hain und Thomas Meggle das Team. Ohne Erfolg: «Wir haben wieder einen Tiefpunkt erreicht, aber uns als St. Pauli macht aus, dass wir immer wieder aufstehen», sagte Meggle. «Wir müssen uns stabilisieren und punkten», forderte Sportchef Rachid Azzouzi.

Nach dem ersten Saisonsieg unter der Woche gegen den FSV Frankfurt starteten die Kölner auch in Paderborn erfolgreich ins Spiel. Miso Brecko flankte, Anthony Ujah (18. Minute) war mit dem Kopf zur verdienten Halbzeitführung zur Stelle. Doch nach dem Wiederanpfiff war der Vorsprung schnell dahin. Der Kopfball von Manuel Zeitz (53.) sprang von der Latte hinter die Linie.

Danach wechselte FC-Coach Holger Stanislawski gewinnbringend, denn nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung schlug Adil Chihi (69.) nach perfekter Vorarbeit von Thomas Bröker mit dem 2:1 zu. Nach Foul von Zeitz an Chihi sah der Paderborner später die Rote Karte (82.). Lohn für den Sieg: Stanislawski gab sich und der Mannschaft ein freies Wochenende.

Martin Dausch (19.) brachte Aalen mit einem feinen Heber auf die Siegerstraße. Es war bereits sein viertes Saisontor. 5841 Zuschauer erlebten den ersten Zweitliga-Vergleich dieser beiden Teams, bei dem die Gastgeber engagierter und disziplinierter auftreten. Gleich nach dem Seitenwechsel zirkelte Andreas Hofmann (51.) den Ball sehenswert zum 2:0 ins Frankfurter Tor. Enrico Valentini (89.) erhöhte beim dritten Aalener Sieg nacheinander zum 3:0. «Wir wollen die Klasse halten, alles andere ist Zubrot», betonte Dausch.