Paris
Fußball-EM in Frankreich

EM 2016: Das ist der Fahrplan der Nationalmannschaft

Am 10. Juni startet die Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Wir haben die wichtigsten Termine auf dem Weg dahin zusammengefasst.
Will bei der Europameisterschaft in Frankreich mit seiner DFB-Elf wieder voll durchstarten: Bundestrainer Joachim Löw. Archivfoto: Andreas Gerbert/dpa
Will bei der Europameisterschaft in Frankreich mit seiner DFB-Elf wieder voll durchstarten: Bundestrainer Joachim Löw. Archivfoto: Andreas Gerbert/dpa
Europameisterschaft in Frankreich. Das weckt bei Fans der Nationalmannschaft keine guten Erinnerungen, bei der letzten EM, die 1984 in Frankreich stattfand, flog die DFB-Elf bereits in der Vorrunde raus. Bis sich die Truppe von Joachim Löw 2016 in Frankreich beweisen darf, dauert es noch ein bisschen. Wir haben die wichtigsten Termine rund um das Fußballturnier im benachbarten Frankreich zusammengetragen.


EM 2016: Löw gibt vorläufigen EM-Kader bekannt

Am 17. Mai wird Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen Kader für die Europameisterschaft bekanntgeben. Die Pressekonferenz wird in der französischen Botschaft in Berlin abgehalten. Löw und Teammanager Oliver Bierhoff folgten somit der Einladung des französischen Botschafters Philippe Etienne, wohl auch um Zusammenhalt und Stärke in diesen sensiblen Zeiten für Großereignisse zu demonstrieren. Aller Voraussicht nach wird Löw mehr als die zulässigen 23 Spieler nominieren, die dann mit ins Trainingslager fahren.


EM 2016: Trainingslager in der Schweiz

Vom 23. Mai bis zum 3. Juni hält die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager in Ascona in der Schweiz ab. Bierhoff hat jedoch seine Zweifel, ob sich der in Brasilien oftmals gelobte "Team Spirit" in Ascona genauso gut entwickelt, wie er kürzlich im "kicker" erklärte: "Es wird schwierig, schon in der Vorbereitung für ein geschlossenes Teamerlebnis zu sorgen, wie wir das zum Beispiel in Brasilien hinbekommen haben."
Grund dafür ist hauptsächlich das DFB-Pokalfinale: Das findet nämlich erst am 21. Mai im Berliner Olympiastadion zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München statt - traditionell die beiden Klubs mit den meisten Nationalspielern Deutschlands. Deren Teilnehmer stoßen erst mit einem Tag Verspätung zu ihren Teamkollegen in Ascona.

Immerhin: Bundestrainer Löw kann dank des verpassten Einzugs des FC Bayern ins Champions-League-Finale für das Trainingslager in der Schweiz nun auch in vollem Umfang mit den Münchner Weltmeistern planen. Bei einer Finalteilnahme hätten die vier für die EM-Endrunde gesetzten Bayern-Akteure Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Thomas Müller und Mario Götze einen Großteil der Vorbereitung und auch das erste von zwei Testspielen verpasst.


EM 2016: Bekanntgabe des endgültigen EM-Kaders

Laut Reglement der UEFA muss Bundestrainer Joachim Löw seinen vorläufigen Kader bis zum 31. Mai auf 23 Spieler reduzieren. Üblicherweise erfolgt die endgültige Nominierung am 30. Mai. Vorgabe ist unter anderem die Nominierung von drei Torhütern sowie die Vergabe der Trikotnummern in numerischer Reihenfolge von 1 bis 23. Die "1" muss dabei zwingend von einem Torhüter belegt werden.


EM 2016: Zwei Testspiele im Vorfeld des Turniers

Zwei Möglichkeiten, sein Team noch vor Turnierbeginn zu testen, hat Jogi Löw noch. Am 29. Mai spielt Deutschland um 17.45 Uhr in Augsburg gegen die Slowakei, am 4. Juni um 18.00 Uhr in Gelsenkirchen gegen Ungarn.


EM 2016: Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien

Gastgeber Frankreich wird das Turnier am 10. Juni um 21.00 Uhr im Pariser St. Denis-Stadion eröffnen. Gegner der "Équipe Tricolore" ist dabei Rumänien. Das ZDF überträgt das Eröffnungsspiel inklusive der Eröffnungsfeier im Vorfeld, Kommentator ist Béla Réthy.


EM 2016: Das sind die Vorrundenspiele der Nationalelf

Die DFB-Elf startet erst zwei Tage später, also am 12. Juni, ins Turnier und bestreitet zwei Vorrundenspiele in Paris und eines in Lille. Hier die Termine mit Austragungsort und dem jeweils übertragenden Sender:

Sonntag, 12.06, 21.00 Uhr: Deutschland - Ukraine (Lille/ARD)
Donnerstag, 16.06, 21.00 Uhr: Deutschland - Polen (Paris, St. Denis/ZDF)
Dienstag, 21.06, 18.00 Uhr: Nordirland - Deutschland (Paris, Parc des Princes/ARD)


EM 2016: Auf diese Gegner kann Deutschland im Achtelfinale treffen

Weil sich bei der diesjährigen Europameisterschaft erstmals der Modus ändert und ein Achtelfinale eingeführt wurde, sind die möglichen Gegner in der K.O.-Runde nicht leicht auszumachen. Sollte sich das Team von Jogi Löw als Gruppenerster qualifizieren, ist der Achtelfinalgegner einer der Drittplatzierten aus den Gruppen A, B oder F. Dazu zählen Frankreich, Rumänien, Albanien, Schweiz (alle Gruppe A), England, Russland, Wales, Slowakei (alle Gruppe B), Portugal, Island, Österreich und Ungarn (alle Gruppe F).

Falls sich Deutschland als Gruppenzweiter qualifiziert, muss der amtierende Weltmeister gegen den Zweitplatzierten der Gruppe A ran: Dort sind Frankreich, Rumänien, Albanien und die Schweiz vertreten. Qualifiziert sich die Nationalmannschaft als Drittplatzierter für die K.O.-Runde, ist der Gegner entweder der Sieger der Gruppe A oder B. In diesem Pool sind Frankreich, Rumänien, Albanien und die Schweiz (Gruppe A) sowie England, Russland, Wales und die Slowakei (Gruppe B).

Zusammengefasst drohen im Achtelfinale also schon Schwergewichte wie Portugal, England oder der Gastgeber aus Frankreich.


EM 2016: Finalspiel

Das letzte Spiel der Europameisterschaft in Frankreich findet am 10. Juli um 21 Uhr, ebenso wie das Eröffnungsspiel, im Pariser St. Denis statt. Weil das ZDF das Eröffnungsspiel übertragen darf, zeigt die ARD das Finalspiel - ähnlich wie bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Und wer weiß, vielleicht ist es 2016 auch wieder Tom Bartels, der mit seinem Kommentar in die Fußballgeschichte eingehen wird: "MACH IHN! MACH IHN! ER MACHT IHN! MARIO GÖTZEEEEEEE!"