Nach dem Gewinn der Europa League am späten Mittwochabend (18.05.2022) gegen die Glasgow Rangers gab es für alle bei Eintracht Frankfurt kein Halten mehr. Spieler, Staff und die gut 50.000 nach Sevilla mitgereisten Fans machten - ebenso wie viele daheimgebliebene Anhänger in Frankfurt - die Nacht zum Tag und feierten den sensationellen Pokalsieg der SGE. 

Mittendrin war natürlich auch Frankfurts Erfolgstrainer Oliver Glasner, der vor der Pokal-Übergabe, wie schon aus den vergangenen Siegen in der Europa League gewohnt, gekonnt zum Bauchrutscher-Jubel ansetzte, während seine Spieler Spalier standen. 

Frankfurts Trainer Glasner erklärt den Europa League-Triumph

Später am Abend verriet der Österreicher dann auch das wahre Erfolgsgeheimnis seiner Eintracht in einer bemerkenswerten Europapokalsaison von 13 Spielen in Serie ohne eine einzige Niederlage. "Wisst ihr, wo die Ursache für den heutigen Titel liegt? Im letztjährigen Scheitern an der Qualifikation [zur Champions League, Anm. d. Red.]. Das ist so oft im Leben so. Es gibt Rückschläge und dann zeigt sich, ob du ein Großer bist", sagte der 47-Jährige in der Nacht zum Donnerstag, nachdem er mit den Hessen in Sevilla das Finale der Europa League gewonnen hatte.

Zur Erklärung: Eintracht Frankfurt hatte vergangene Saison unter Glasners Vorgänger Adi Hütter erst am letzten Spieltag die Champions-League-Qualifikation knapp verpasst - für Glasner war dies ein wichtiger Grund für den Triumph in dieser Spielzeit. "Die Mannschaft und der Verein sind zurückgekommen, sind belohnt worden für die Beharrlichkeit. So ist Fußball, so ist das Leben", fügte Glasner an. Erst im Sommer hatte er von seinem Landsmann Hütter, der nach Mönchengladbach wechselte, die SGE übernommen.

Glasner wertet den Triumph in Andalusien auch als Gütesiegel für den nationalen Wettbewerb. "Das zeigt, wie stark die Bundesliga ist. Es wird oft gefragt, ob die Bundesliga konkurrenzfähig ist. Ich denke, wir haben es gezeigt", sagte der 47-Jährige. 

Fast 9 Millionen Menschen sehen Eintracht-Pokalsieg bei RTL

Auch RTL dürfte der Eintracht-Erfolg süß geschmeckt haben: Mit der Übertragung des Europa-League-Finales wurde bei den Zuschauern eine Topquote erreicht. Durchschnittlich 8,99 Millionen Menschen sahen den 6:5-Sieg von Eintracht Frankfurt nach Verlängerung und Elfmeterschießen im Fernsehen. Der Sender kam nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von 39,5 Prozent. Für RTL war es die bisher erfolgreichste Europa-League-Übertragung. Zudem lief die Partie per Stream bei RTL+. Zahlen dazu lagen am Donnerstagmorgen noch nicht vor.

Bei der Übertragung im Internet war es am Mittwoch zeitweise zu Problemen gekommen. "Liebe Fußball-Fans, wir wissen um das technische Problem des Streams auf einigen Endgeräten", hatte RTL+ kurz vor Anpfiff der Partie getwittert. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Nutzt doch alternativ gerne den RTL TV Stream in der App oder die Free-TV Übertragung bei RTL." Mehrere Internetnutzer berichteten in sozialen Netzwerken von einem schwarzen Bildschirm. Nach einer guten halben Stunde der ersten Halbzeit berichtete RTL+, dass das Problem behoben sei.

mit dpa