Bamberg
EM 2016

Die deutschen Vorrundengegner der EM 2016 im Teamcheck: Polen

Bayerns Robert Lewandowski ist der Star im polnischen Team. Doch der Olympiasieger von 1972 ist mehr als nur eine One-Man-Show. Die Polen im Teamcheck.
Vorrundengegner der deutschen Nationalelf: Polen. Foto: dpa
Vorrundengegner der deutschen Nationalelf: Polen. Foto: dpa
Robert Lewandowski hat natürlich längst seine beiden Favoriten auf das Weiterkommen in EM-Gruppe C ausgemacht. "Mein Wunsch ist, dass Polen und Deutschland weiterkommen", sagte der Stürmerstar des FC Bayern München und Kapitän der polnischen Fußball-Nationalmannschaft. Angeführt von dem 27-Jährigen will der Olympiasieger von 1972 bei seiner dritten Endrunden-Teilnahme endlich den ersten Sieg holen. Und damit soll gleichzeitig der erstmalige Sprung ins Viertelfinale gelingen. "Das wäre für uns ein großer Erfolg. Wir haben gute Spieler und eine super Stimmung im Team", meinte Lewandowski zuversichtlich.

Der ehemalige Dortmunder ist der Fixpunkt im Team von Nationalcoach Adam Nawalka. Fast schon folgerichtig sicherte Lewandowski mit seinem Tor zum 2:1 gegen Irland das EM-Ticket. Satte 21 Punkte sammelte Polen in der Qualifikationsgruppe D, nur die DFB-Elf konnte in derselben Staffel einen Zähler mehr vorweisen.
Beim 2:0 in Warschau im Oktober 2014 konnte Polen auch schon zeigen, "dass wir große Mannschaften wie Deutschland schlagen können. Aber es wird natürlich nicht einfach, sie kennen uns ja schon aus der EM-Qualifikation sehr gut", erklärte Lewandowski. "Wir wollen zeigen, welch großes Potenzial wir haben."

Lewandowski hier, Lewandowski da - doch Polen bietet mehr als eine One-Man-Show. Nicht zuletzt wegen seines Nebenmannes Arkadiusz Milik. In Leverkusen und Augsburg kam der heute 22-Jährige nicht wie erhofft zum Zug. Seit er bei Ajax Amsterdam spielt, ist Milik nicht mehr aus dem Nationalteam wegzudenken. "Polen ist für jeden Gegner in Europa gefährlich", meinte Verbandschef Zbigniew Boniek.

Wichtig für die Struktur im polnischen Spiel sind auch Verteidiger wie Kamil Glik (FC Turin) und Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund) oder Mittelfeldspieler wie Kamil Grosicki (Stade Rennes) und Grzegorz Krychowiak (FC Sevilla).


Kurzcheck Polen:

Das Ticket sicherte natürlich Superstar Robert Lewandowski mit seinem Tor zum 2:1 gegen Irland. 2008 war Polen erstmals Gast einer EM-Endrunde, ein Sieg sprang seitdem noch nicht heraus.
Bisherige EM-Teilnahmen: 2
Größte Erfolge: WM-Dritter 1974 und 1982, Olympiasieger 1972
Trainer: Adam Nawalka
Star: Robert Lewandowski (FC Bayern München)


Der EM-Kader von Polen

Tor: Artur Boruc (AFC Bournemouth), Lukasz Fabianski (Swansea City), Wojciech Szczesny (AS Rom)
Abwehr: Thiago Cionek (US Palermo), Kamil Glik (FC Turin), Artur Jedrzejczyk (Legia Warschau), Michal Pazdan (Legia Warschau), Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Bartosz Salamon (Cagliari Calcio), Jakub Wawrzyniak (Lechia Gdansk/Polen)
Mittelfeld: Jakub Blaszczykowski (AC Florenz), Kamil Grosicki (Stade Rennes), Tomasz Jodlowiec (Legia Warschau), Bartosz Kapustka (Cracovia Krakau/Polen), Grzegorz Krychowiak (FC Sevilla), Karol Linetty (Lech Posen/Polen), Krzysztof Maczynski (Wisla Krakau/Polen), Slawomir Peszko (Lechia Gdansk/Polen), Filip Starzynski (Zaglebie Lubin/Polen), Piotr Zielinski (FC Empoli)
Sturm: Robert Lewandowski (FC Bayern), Arkadiusz Milik (Ajax Amsterdam), Mariusz Stepinski (Ruch Chorzow/Polen)