Nürnberg
Fußball

Derby-Highlights: Die Fans erinnern sich

Zum inzwischen 260. Mal treffen der 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth im Frankenderby aufeineander. Ein Duell, das schon viele Geschichten schrieb.
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Fürth-Fan Markus Neubauer und sein Sohn Erik aus dem Landkreis Kronach.
Fürth-Fan Markus Neubauer und sein Sohn Erik aus dem Landkreis Kronach.
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Markus Neubauer, Windheim: "Aktuell spielt der Club richtig gut und ist ein heißer Kandidat im Aufstiegsrennen. Die Mischung aus Jung und Alt passt einfach. Meine Fürther hingegen befinden sich wohl immer noch in der Findungsphase. Über 20 Spielerwechsel sprechen eine deutliche Sprache, Kontinuität sieht wohl anders aus. Obwohl es in der aktuellen Kleeblatt-Verfassung sehr schwer werden wird, in Nürnberg zu bestehen, hoffe ich auf ein friedliches Derby, was bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Mein Tipp: 2:2."

Lukas Fiedler, Vorsitzender des Fanclubs "Welitscher Kleeblätter", der 2012 in Pressig gegründet wurde und aktuell 24 Mitglieder hat: "Das mit Abstand beste Derby aus meiner Sicht war das grandiose 5:1 am 11. August 2014 mit geistlicher Unterstützung unseres Fans Pater Haagen, der mit uns live das Derby im Stadion miterlebte. Am Freitag werden acht Mitglieder unseres Vereins live im Stadion dabei sein.

Michael Hammer ist Mitglied des FCN-Fanclubs Erthal, dem ältesten im Landkreis Bad Kissingen (seit 1979). Der Fanclub hat derzeit 120 Mitglieder: "Mein Vater war Gründungsmitglied, da war ich von Kindesbeinen an dabei", erzählt Michael. "Da kann man gar nicht anders, als Club-Fan zu werden." Sogar der Hammelburger Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher ist Mitglied. "In der Fußballszene ist er auch als der "Clubpfarrer" bekannt", erzählt Michael Hammer. An die Derbys gegen Fürth hat er nicht so gute Erinnerungen. "Da waren wir meistens nicht so erfolgreich und mussten schon einige Enttäuschungen hinnehmen", denkt er beispielsweise an die unglückliche 2:3-Niederlage im Hinspiel. Unvergessen bleibt dagegen für Michael Hammer das Traumtor des Ex-Fürthers Christian Eigler zum 2:1 für den Club 2008 kurz vor dem Spielende. " Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Mal unser Heimspiel gegen die Fürther gewinnen werden. Die Mannschaft hat sich mittlerweile deutlich stabilisiert. Sie wird auch den Abgang von Alessandro Schöpf zum FC Schalke verkraften. Wir sind mal wieder dran mit einem Sieg!" Mitglieder des Fanclubs werden mit Privat-Pkw zum Derby fahren. "Am Freitagabend einen Bus einzusetzen, ist schwierig."In den Derbys gegen Fürth waren wir meistens nicht so erfolgreich, wie zum Beispiel beim unglücklichen 2:3 im Hinspiel. Unvergessen bleibt das Traumtor des Ex-Fürthers Christian Eigler zum 2:1 für den Club 2008 kurz vor Spielende. Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Mal unser Heimspiel gegen gewinnen werden. Die Mannschaft hat sich mittlerweile deutlich stabilisiert und wird den Abgang von Alessandro Schöpf zu Schalke verkraften."

Roland Holzheid, Greuther-Fürth-Fanclub Altenstein (Kreis Haßberge): "Das Derby findet ohne uns statt. Wir sind ein gemäßigter Fanclub und haben bei Derbys schlechte Erfahrungen mit Beschimpfungen und Angriffen durch radikale Fans gemacht, das müssen wir nicht haben. Am Dienstag gegen Union Berlin sind wir aber wieder dabei. Ich wünsche mir ein 1:0 für Fürth, Berisha schießt das Tor. Er rennt und kämpft immer und trifft einfach nicht."

Horst Ilgner, Vorsitzender der "Glubberer 07" aus Poxdorf, die aktuell 270 Mitglieder zählen:"Ich kann mich noch gut an ein Derby in der 2. Liga im alten Ronhof in Fürth erinnern. Das muss aber schon 40 Jahre her sein. Der Club lag hinten, es gab mehrere Platzverweise. Die Nürnberger Fans stürmten das Spielfeld, die Partie musste abgebrochen werden. Wir haben und ja nur gegründet, um dem örtlichen Bayern-Fanclub Paroli zu bieten. Dass wir innerhalb von neun Jahren so groß werden, hätte keiner gedacht. 30 bis 40 Mitglieder werden am Freitag live dabei sein. Wir haben ein Banner und jetzt auch eine große Fahne, die im Stadion geschwenkt wird.