Würzburg
Basketball

Baskets Würzburg: Keine neuen Kosten durch Trainer-Rauswurf

Nach der Beurlaubung von Coach Marcel Schröder beim Basketball-Bundesligisten Baskets Würzburg erwartet Geschäftsführer Steffen Liebler keine neu anfallenden Kosten für den angeschlagenen Club.
Artikel drucken Artikel einbetten
Würzburgs beurlaubter Trainer Marcel Schröder Foto: Tobias Schneider
Würzburgs beurlaubter Trainer Marcel Schröder Foto: Tobias Schneider
"Die Trainersuche ist nicht ganz einfach unter der aktuellen finanziellen Situation", sagte Liebler der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Vorerst leitet der zum Interimscoach beförderte Co-Trainer Michael Meeks das Training. Der Vertrag des suspendierten Schröder läuft noch bis zum Saisonende, der 34-Jährige bezieht damit auch weiterhin sein Gehalt.

Wegen der wirtschaftlichen Schieflage drohen dem verschuldeten unterfränkischen Club Sanktionen durch die Basketball-Bundesliga (BBL). Verantwortliche der BBL seien aber bereits informiert worden, dass durch den Trainerwechsel keine neuen Kosten entstünden, kommentierte Liebler jetzt. Bis zum 29. November müssen die Baskets der Liga einen Sanierungsplan vorlegen, einige finanzielle Nachweise fehlten noch. "Es ist ein kurzer Zeitraum, aber nach den ersten sehr guten Gesprächen mit Sponsoren bin ich zuversichtlich, dass wir diese Frist einhalten", erklärte Würzburgs Geschäftsführer.

Die Club-Unterstützer hätten bei einem Sponsoren-Abend ein "sehr, sehr großes Interesse" an einer weiteren Zusammenarbeit bekundet, kommentierte er. Zurzeit arbeite der Verein an einem Sanierungsplan, der über vier Jahre angelegt sei. Die Würzburger befinden sich nach sieben Niederlagen aus acht Saisonspielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Franken hatten zuletzt öffentlich gemacht, dass sich ihre Schulden auf rund 835 000 Euro belaufen. dpa