Sechs Tage nach der Entlassung von Dirk Bauermann verlor der Titel-Mitfavorit durch eine lange Zeit leidenschaftslose Leistung mit 61:80 (28:40) gegen die EWE Baskets Oldenburg. Für die Münchner war es erst die zweite Heimniederlage in einem regulären Saisonspiel seit ihrem Aufstieg vor einem Jahr. Für die Münchner war es erst die zweite Heimniederlage in einem regulären Saisonspiel seit ihrem Aufstieg vor einem Jahr. Für die anderen Meisterkandidaten gab es hingegen zum Start der 47. Saison keine unliebsamen Überraschungen.

Double-Gewinner Brose Baskets aus Bamberg setzte sich ohne Probleme mit 85:68 (47:34) gegen die Eisbären Bremerhaven durch. Dabei zeigte Nationalcenter Maik Zirbes als Ersatz des nach Spanien gewechselten Tibor Pleiß mit 22 Punkten ein starkes Ligadebüt für die Franken.

Auch ALBA Berlin dominierte beim überraschend deutlichen 94:62 (44:32)-Erfolg gegen die Artland Dragons und sicherte sich die erste Tabellenführung. Vizemeister ratiopharm Ulm tat sich beim 92:91 (80:80, 32:35) bei den New Yorker Phantoms Braunschweig deutlich schwerer.

Vor den Augen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger erreichte nur Chevon Troutman mit 14 Punkten eine zweistellige Ausbeute. Bei den selbstbewussten Oldenburgern überzeugte Rickey Paulding mit 15 Zählern und fünf Rebounds. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (20:19) gerieten die Münchner völlig außer Tritt und hatten vor allem mit der körperlichen Spielweise der Gäste unter den Körben Probleme. Christopoulos schrie sein Team schon vor der Pause in einer Auszeit wütend an, forderte lautstark eine Reaktion.

Doch auch in der zweiten Halbzeit agierten die Münchner zunächst ohne die nötige Konzentration und Konsequenz, so dass die Heimfans ihre Mannschaft bei zwischenzeitlich 30 Punkten Rückstand (33:63) auspfiffen. Nach dem 42:65 zum Ende des dritten Abschnitts kam auch das letzte Aufbäumen der Münchner zu spät. «Das einzig Gute an diesem Spiel war, dass das letzte Viertel gut war», sagte Sportdirektor Marko Pesic und sprach Christopoulos das Vertrauen aus: «Yannis ist keine Übergangslösung, ich denke, dass er in Ruhe arbeiten muss.»