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Fußball

1. FC Nürnberg: Lukas Mühl hofft auf eine Überraschung

Der abstiegsbedrohte Club will gegen die Leipziger einen Heimsieg einfahren.
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Lukas Mühl (rechts) hofft auf einen Überraschungssieg gegen die Leipziger. Foto: Daniel Karmann/dpa
Lukas Mühl (rechts) hofft auf einen Überraschungssieg gegen die Leipziger. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Diese Redensart begleitet die Fußballer des 1. FC Nürnberg in diesen Tagen ihres Überlebenskampfes in der Bundesliga. Es geht um die Hoffnung, dass am Ende der Saison 2018/19 trotz der mittlerweile 17 Spiele andauernden Serie ohne Sieg doch noch der Klassenerhalt gefeiert werden kann, und es nicht zum neunten Mal in die Zweitklassigkeit geht.

Aber: Die Chance, mindestens zwei Konkurrenten hinter sich zu lassen, wird von Spieltag zu Spieltag kleiner. Das weiß auch Lukas Mühl, Innenverteidiger des Schlusslichts: "Es ist richtig, dass uns die Konkurrenz mit ihren Ergebnissen noch am Leben hält. Aber das wird nicht immer so sein, daher müssen wir jetzt eben auch mal eine Überraschung gegen ein Team schaffen, gegen das uns sonst keiner etwas zutraut."

Ungute Erinnerung an Hinspiel

Gemeint haben dürfte er unter anderem den nächsten FCN-Gast am Samstag (15.30 Uhr) im Max-Morlock-Stadion, RB Leipzig. Das Team von Trainer Ralf Rangnick ist mit 42 Punkten Tabellenvierter. An das Hinspiel dürften sich nicht nur die Akteure, sondern auch die Club-Fans ungern erinnern. Das 0:6 war nach dem 0:7 bei Borussia Dortmund die nächste heftige Abfuhr.

Für Lukas Klostermann, bei den "Roten Bullen" für die Verteidigung der rechten Außenbahn verantwortlich, ist das "halbe Dutzend" längst abgehakt. "Das Hinspiel hat niemand mehr von uns im Kopf, das wäre auch der falsche Ansatz. Das hat mit dem Rückspiel nichts mehr zu tun, außer der Tatsache, dass die Nürnberger sicher so auftreten werden, dass sie vieles besser machen wollen gegen uns", gab der 22-Jährige zu Protokoll.

Junge Spieler besser machen

Der 1,89-Meter-Mann, der seine ersten Kicker-Erfahrungen beim VfL Gevelsberg und SSV Hagen gemacht hat, ist seit August 2014 Teil des Leipziger Kaders - und er gehört wohl zu dem seltener werdenden Typus von Spielern, die für Identifikation und Loyalität stehen. "Ralf Rangnick hat mich vor vier Jahren von dem gesamten Konzept und von der Vision des Vereins überzeugt. Wir haben hier eine ganz klare Philosophie, auf junge und hungrige Spieler zu setzen und sie besser zu machen", so Klostermann.