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Bamberg
Am Rande

Spähaffäre: 007 auf Abwegen

Die britische Regierung geht in der Spähaffäre gegen den "Guardian" vor. Der Geheimdienst lässt die Aufzeichnungen von Edward Snowden bei der Zeitung vernichten.
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Der Eingang zum Verlagsgebäude des "Guardian" in London. Foto: Facundo Arrizabalaga/dpa
Der Eingang zum Verlagsgebäude des "Guardian" in London. Foto: Facundo Arrizabalaga/dpa
Seit Ian Flemings James-Bond-Romanen gelten britische Geheimagenten als galant-überlegene Gentlemen - immer auf der Seite des Guten, die Situation immer im Griff.

In Wirklichkeit erreichen sie höchstens Comic-Niveau. Und da sind sie nicht Lucky Luke, sondern die Daltons. Die Story ist zugegebenermaßen nicht die intelligenteste: Die Daltons haben die Bank ausgeraubt. Ihr Pech ist, dass Lucky Luke das mitgekriegt hat. Er hat sogar den Plan, auf dem die Daltons eingezeichnet haben, wie sie an die Beute kommen. Lucky Luke erzählt allen, dass die Daltons die Bankräuber waren und zeigt den Plan herum.

Was macht daraufhin der Hilfssheriff? Er fragt höflich bei den Daltons an, ob sie wirklich die Bankräuber sind. "Nö", sagen die. "Na dann ist ja alles ok", sagt der Hilfssherriff und erklärt den Fall für beendet.
Die Daltons, statt sich nun schnell mit der Beute aus dem Staub zu machen, setzen stattdessen jetzt alles daran, den Plan zurück zu bekommen, obwohl ihnen das gar nichts nützt, weil den inzwischen ohnehin jeder kennt, was allerdings dazu führt, dass jetzt auch der Dümmste im Wilden Westen - außer dem Hilfssheriff - kapiert, dass die Daltons wirklich die Räuber sind, was aber folgenlos bleibt, weil ja der Hilfssheriff ... Spätestens hier reicht es auch dem größten Comic-Fan. Aber es ist ja nur die Wirklichkeit.