Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei Lebensmitteln stellt oft nur eine grobe Orientierung dar, ob Lebensmittel auch nach dessen Ablauf noch genießbar sind oder nicht. Laut der aktuellen Ausgabe der "Apotheken Umschau" ist es besser, sich einfach auf seine Sinne zu verlassen - also zu riechen, zu schauen und zu schmecken. Hierbei erkennt man oft selbst, ob Lebensmittel bereits verdorben sind, oder ob sie noch ohne Weiteres genießbar sind. Nur weil die Verpackung von Gemüse beschädigt ist, oder Obst auf den Boden gefallen ist, muss es nicht gleich schlecht sein. Zumal die Deutschen viel zu viele Lebensmittel wegschmeißen.

Grundsätzlich können niedrige Temperaturen verhindern, dass sich Bakterien und Schimmelpilze verbreiten. Im Kühlschrank entwickeln sie sich nur sehr langsam. Im Gefrierschrank wird das Wachstun oft unterbrochen. Es hilft also vorbeugend, Lebensmittel zu kühlen. Kann man Fleisch, Fisch und Co. nach dem Einkauf für zwei oder mehr Stunden nicht kühlen, sollte man es noch am selben Tag verzehren. Unbedingt zu beachten ist der Unterschied der Begriffe "Mindesthaltbarkeitsdatum" und "Verbrauchsdatum": Während Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nach eingehender Prüfung weiterhin verzehrt werden können, sollte ein aufgedrucktes "Verbrauchsdatum" auf keinen Fall überschritten werden.

Das Tiefkühlen tötet Keime nicht vollständig ab. So kann beispielsweise gefrorenes Fleisch nach längerer Aufbewahrung ranzig werden. Ein unangenehmer Geruch, grünlich-gelbe Verfärbungen oder schleimartige Belege, sind Anzeichen für eine massive Bakterienbelastung. Dann darf man das Fleisch nicht mehr essen.

Auch wer Schimmel entdeckt, sollte konsequent sein: Selbst wenn sich nur an einigen Stellen ein grüner oder grauer Flaum zeigt, ist meist das Lebensmittel komplett mit dem Pilz durchzogen. Die Giftstoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sind Obst oder Brot verschimmelt, gehören sie also in den Müll.

Wenn Feuchtigkeit in eine Packung mit getrockneten Kräutern gelangt, können diese faulen. Deshalb besser die Packung nicht direkt über den dampfenden Topf halten. Auch Blattsalat - insbesondere vorgeschnittene Mischungen in Plastiktüten - neigen zu Fäule. Sogar die Kühlung kann den krank machenden Keimen nichts anhaben. Also besser vor dem Verzehr genau hinschauen.