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Köln
Sex-Attacken

Sex-Übergriffe an Silvester in Köln: Mehrere Festnahmen

Nach den Übergriffen auf Frauen und einer Reihe von Diebstählen in Köln hat die Polizei mehrere Tatverdächtige festgenommen.
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Reisende gehen am 05.01.2016 am abendlich beleuchteten Hauptbahnhof in Köln (Nordrhein-Westfalen) vorbei. An Silvester wurden am Kölner Hauptbahnhof mehrere Frauen belästigt und beklaut. Foto: Thilo Schmülgen/dpa
Reisende gehen am 05.01.2016 am abendlich beleuchteten Hauptbahnhof in Köln (Nordrhein-Westfalen) vorbei. An Silvester wurden am Kölner Hauptbahnhof mehrere Frauen belästigt und beklaut. Foto: Thilo Schmülgen/dpa
Zwei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sie hätten am frühen Sonntagmorgen im Kölner Hauptbahnhof einen Reisenden bestohlen. Zudem lägen Hinweise darauf vor, dass sie kurz zuvor mehrere Frauen angesprochen und bedrängt hätten. Drei weitere Verdächtige seien zunächst ebenfalls festgenommen worden, der Tatverdacht habe sich aber nicht erhärtet.

Bereits in der Silvesternacht nahm die Polizei nach eigenen Angaben auf der Hohenzollernbrücke zwei Taschendiebe fest, die aus Nordafrika stammten. Nach der Feststellung ihrer Identität seien sie wieder entlassen worden. Gegen sie werde weiter wegen Diebstahls ermittelt.

Gruppen junger Männer hatten in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof offenbar gezielt Frauen sexuell bedrängt und bestohlen. Nach Polizeiangaben hielte sich zeitweise mehr als tausend überwiegend alkoholisierte Männer vor dem Bahnhof auf. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am Mittwoch erklärte, zu diesen Übergriffen seien inzwischen drei Verdächtige ermittelt worden.

Nach einem WDR-Bericht gab es auch in Düsseldorf in der Silvesternacht ähnliche Übergriffe. Elf Frauen hätten Anzeige wegen sexueller Nötigung und zum Teil auch Diebstahl gestellt, sagte ein Polizeisprecher dem Sender. Sie seien von größeren Männergruppen sexuell bedrängt, und einige von ihnen seien auch bestohlen worden. "Die Art der Delikte ist mit denen in Köln vergleichbar", sagte der Sprecher. Ob es einen Zusammenhang zu den Fällen in Köln gebe, sei noch unklar.

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