Düsseldorf
SEK-Einsatz

SEK-Einsatz in Düsseldorf: Frau attackiert Gerichtsvollzieher mit ätzender Flüssigkeit

Spektakulärer SEK-Einsatz in Düsseldorf: Die Polizei nimmt in Säureschutz-Anzügen eine Frau fest, die an ihrer Wohnung einen Gerichtsvollzieher mit einer ätzenden Flüssigkeit attackiert haben soll.
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Ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos läuft aus einem Haus. Eine Frau, die vorher Menschen verletzt haben soll, hatte sich hier verschanzt. Medienberichte, wonach die Frau die Opfer mit Säure attackiert haben soll, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen. Vor Ort waren SEK-Kräfte zu sehen, die Säureschutzanzüge trugen. Foto: David Young/dpa
Ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos läuft aus einem Haus. Eine Frau, die vorher Menschen verletzt haben soll, hatte sich hier verschanzt. Medienberichte, wonach die Frau die Opfer mit Säure attackiert haben soll, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen. Vor Ort waren SEK-Kräfte zu sehen, die Säureschutzanzüge trugen. Foto: David Young/dpa

Gespenstische Szenen vor einem Mehrfamilienhaus in Düsseldorf: Ein schwer bewaffnetes Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei bringt sich mit Säureschutzmasken und Schilden in Stellung. Eine 51 Jahre alte Frau hatte sich am Mittwochmorgen in ihrer Wohnung verschanzt, nachdem sie vorher einen Gerichtsvollzieher und zwei weitere Personen mit einer Flüssigkeit attackiert hatte, berichtete die Polizei. Nach knapp zweieinhalb Stunden wurde sie festgenommen und aus dem Haus geführt. Den Beamten zufolge leidet die Frau offenbar unter Wahnvorstellungen.

Mensch mit Säure im Gesicht

Polizei und Rettungsdienst waren gegen 8.40 Uhr alarmiert worden: Eine Person habe "Säure im Gesicht", so die erste Meldung. Auch Schüsse seien gefallen, berichteten Nachbarn.Die Frau hatte den 45 Jahre alten Gerichtsvollzieher laut Polizei vor ihrer Wohnungstür mit einer ätzenden Flüssigkeit angegriffen. Ob es Säure oder etwa ein Reinigungsmittel war, sei noch nicht geklärt.

"Der Angriff erfolgte für den Obergerichtsvollzieher aus dem Nichts. Vor Jahren hatte er bereits einmal Kontakt mit der Schuldnerin, ohne besondere Vorkommnisse", teilte das Amtsgericht mit. Der Gerichtsvollzieher und zwei Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes, die ebenfalls etwas von der Flüssigkeit abbekamen, wurden nach Angaben des Düsseldorfer Amtsgerichts in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Sie konnten die Klinik noch am Mittwoch ohne körperliche Schäden verlassen.

Frau bedrohte Beamte mit Waffe

Die Beamten seien von der Frau mit einer Waffe bedroht worden, sagte ein Polizeisprecher. Mutmaßlich handelte es sich um eine Gas- oder Tränengaspistole, mit der die 51-Jährige im Treppenhaus geschossen habe. Da sie sich allein in ihre Wohnung zurückgezogen hatte und die Brisanz der Situation unklar gewesen sei, wurde ein Spezialeinsatzkommando zu Hilfe gerufen.

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