Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage von Grünen-Fraktionschef Martin Runge hervor. Das Finanzministerium wurde demnach am 17. Januar über Hoeneß' Selbstanzeige informiert, Seehofer dann am 25. Januar über das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft, wie es in dem am Donnerstag von Runge veröffentlichten Schreiben heißt.
Informiert über das Hoeneß-Verfahren waren demnach drei Ministerien: Finanz-, Justiz und Innenressort. "Wie sind derart umfassende Rundumverlautbarungen mit dem ansonsten von Vertretern der Staatsregierung stets mantraartig hochgehaltenen Steuergeheimnis zu vereinbaren?", fragte Runge.
Seehofer hatte in diesem Zusammenhang am Vortag betont, die Staatsregierung sei die Spitze der Verwaltung in Bayern, er müsse als Ministerpräsident selbstverständlich über Vorgänge von Bedeutung informiert sein. dpa