München
Klimaanlage

Schluss mit Schwitzen: Busse und Bahnen in Bayern werden klimatisiert

Aufgrund der drückenden Hitze in Bussen und Bahnen, wollen einige Städte in Bayern die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel angenehmer gestalten. Klimaanlagen und Wärmeschutzfolien sind hier die Lösung.
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Aufgrund der drückenden Hitze in Bussen und Bahnen, wollen einige Städte in Bayern die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel angenehmer gestalten. Klimaanlagen und Wärmeschutzfolien sind hier die Lösung. Symbolbild: Michael Grindel
Aufgrund der drückenden Hitze in Bussen und Bahnen, wollen einige Städte in Bayern die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel angenehmer gestalten. Klimaanlagen und Wärmeschutzfolien sind hier die Lösung. Symbolbild: Michael Grindel
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind bei der Sommerhitze für Passagiere unerträglich. In Bussen und Bahnen ist es des öfteren viel heißer als draußen. Einige Städte in Bayern möchten laut einer Umfrage der Deutschen Presseagentur diesem Problem entgegenwirken.
In München, Nürnberg und Augsburg sollen beispielsweise neue klimatisierte Fahrzeuge die alten ersetzen. Die meisten Augsburger Busse besitzen bereits eine Klimaanlage, die bei einer Außentemperatur von 22 Grad automatisch anspringt. Auch in vielen Straßenbahnen gebe es außerdem Kühlungsanlagen, die die Temperatur um einige Grad absenken können, wie die Stadtwerke Augsburg berichten.


Ältere Waggons: Installation problematisch

Um ebenfalls in München für eine kühlere Luft in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu sorgen, möchten die Betreiber der MVG Straßenbahnen mit Klimaanlagen ausstatten. Allerdings sind leistungsfähigere Geräte zu groß und schwer, um in Straßenbahnen eingebaut werden zu können. Problematisch wird die Installation bei älteren Waggons. Diese können das Gewicht der Klimaanlage auf dem Dach nicht tragen.
Im Gegensatz dazu wird weiterhin bei U-Bahnen auf Klimageräte verzichtet. Diese verkehren zum größten Teil unterirdisch und heizen nicht so schnell auf. Busse hingegen sind bereits klimatisiert.

Betreiber der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg schließen sich der Meinung von München an. Da ihr U-Bahn-Netzwerk meist unter der Erde verläuft, ist die Installation des Kühlungssystems nicht notwendig. Ihr Fokus liegt in der Kühlung des Straßenbahnen. Dafür werden momentan Wärmeschutzfolien getestet, die an die Scheiben der Fahrzeuge aufgeklebt werden. Die Folien sollen die Hitze von draußen abhalten, so dass es innen deutlich kühler ist.


Würzburg: Stadt stellt sich quer

Bisherige Resonanzen lassen darauf schließen, dass das Projekt ein voller Erfolg ist. Bisherige Passagiere sind aufgrund der kühlen Temperatur innerhalb des Fahrzeuges davon ausgegangen, es sei eine Klimaanlage installiert. Bis 2021 sollen alle Straßenbahnen die Folien haben und innerhalb der nächsten fünf Jahre jeder Bus eine Klimaanlage besitzen.

Grundsätzlich gegen die Klimaanlagen ist die Stadt Würzburg. Sie erkennen in der Innovation einen großen Energieverbrauch und somit eine größere Umweltbelastung. Aufgrund der geringen Abstände zwischen den Haltestellen und dem ständigen Öffnen der Türen, würde die erzeugte kalte Luft aus den Fahrzeugen strömen, wie die Würzburger Verkehrsbetriebe berichten. mz