Der viertägige Lokführerstreik zwingt die Reisenden zum Umdenken. Fernbusanbietern und Mitfahrzentralen beschert der Ausstand Rekordanfragen. "Das wird eine große Bewährungsprobe für uns. Wir können beweisen, dass wir eine ernstzunehmende Alternative im Fernverkehr sind", sagte die Sprecherin des Fernbus-Anbieters Flixbus, Bettina Engert, am Mittwoch in München. Sie rechnet mit einem Umsatzanstieg von mindestens 30 Prozent.

Ähnlich bei den ADAC-Post-Bussen: Es herrsche Hochbetrieb, die Zahl der Fahrgäste werde sich in den kommenden Tagen um 50 Prozent erhöhen, sagte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle in München. "Direkt nach der Streikankündigung hatten wir fünfmal so viele Anfragen wie an einem normalen Tag." Beide Anbieter werden Ersatzbusse oder Doppeldecker einsetzen.