Lebensmittel sind bei uns im Übermaß vorhanden - und in unzähligen Varianten. Gerade deshalb ist es wichtig, zu überlegen, was im Einkaufskorb landet. Ein paar Regeln.

1. Schauen Sie aufs Etikett oder die Verpackung. Dort müssen immer Zutatenliste und Nährwerttabelle aufgedruckt sein. Die an erster Stelle stehende Zutat hat den größten Anteil, die weiteren Zutaten werden in absteigender Reihenfolge aufgelistet. Mit den Informationen aus der Nährwerttabelle kann man den Gesundheitswert eines Lebensmittels zumindest teilweise beurteilen. Vor allem Zucker und Fette erhöhen den Kaloriengehalt, bringen aber keine oder nur wenige wertvolle Nährstoffe mit.

2. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Gemüse nicht welk, sondern frisch aussieht. Kaufen Sie Obst und Gemüse der Saison, möglichst von regionalen und/oder Bio-Anbietern. Sieht das Gemüse nicht mehr frisch aus, ist Tiefkühlware eine gute Alternative - allerdings möglichst ohne Zusätze.

3. Brot sollte viel Vollkorngetreide enthalten. Aber nicht jedes dunkle Brot ist auch aus dem vollen Korn hergestellt. Es kann auch mit Malzextrakt dunkel gefärbt worden sein. Es gilt: Nur wo Vollkorn drin ist, darf auch Vollkornbrot drauf stehen. Andere Bezeichnungen werden häufig verwendet, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um Vollkornbrot.

4. Wurst und Käse besser nicht in Scheiben geschnitten kaufen, sondern am Stück und zu Hause selbst portionieren. Denn Aufschnitt verdirbt schneller. Das liegt an den Schnittflächen, an denen sich leichter Schimmel bilden kann. Auch die Ränder trocknen bei Wurst und Käse in Scheiben schneller aus.

5. Wer ein Grillfest plant, greift gerne zu abgepacktem, mariniertem Fleisch. Ist das Fleisch schon mariniert, lassen sich aber Qualität und Alter nicht erkennen. Es gilt also: Vorsicht bei mariniertem Fleisch und Sonderangeboten. Im Zweifel lieber selbst würzen. Bei rohem Fleisch raten Verbraucherschützer, auf Folgendes zu achten: Rind sollte kräftig rot und nicht bräunlich-dunkel gefärbt sein, Schwein gleichmäßig rosa, nicht zu blass und nicht zu dunkel, Geflügel fleischfarben statt weiß.

6. Die vielleicht wichtigste Regel: Niemals hungrig einkaufen gehen! Wenn der Magen knurrt, setzt das Hirn schon mal aus, und es landen Lebensmittel im Einkaufswagen, die man eigentlich nicht oder zumindest nicht in dieser Menge kaufen wollte. Zudem sollten Sie sich regelmäßig einen Überblick über die eigenen Vorräte verschaffen. Wer weiß, was vorrätig ist, kauft nicht unnötig doppelt ein.