Studien belegen diesen Trend und machen folgende Umstände als Ursachen aus, weiß Dirk Oschmann, Betreiber des Vergleichsportals www.stromvergleich.de:

Die Verbraucher haben Angst, dass infolge eines Stromanbieterwechsels die Stromversorgung unterbrochen wird. Da eine durchgehende Belieferung jedoch gesetzlich festgeschrieben ist, ist diese Angst unbegründet. Auch die Angst davor, sich für einen falschen Tarif zu entscheiden, ist für viele Verbraucher Entscheidungsgrundlage gegen den Anbieterwechsel.

Oschmann empfiehlt den Verbrauchern deshalb die neutrale und unabhängige Beratung durch das Vergleichsportal. Zudem können die Kunden die kostenfreie Beratungshotline unter einer 0800 Nummer nutzen. Die Mitarbeiter helfen Ihnen bei der Suche nach einem passenden Stromanbieter und geben Antworten auf die Fragen.

Um den Wechsel des Stromanbieters erfolgreich zu gestalten, sollten die Verbraucher ein paar Hinweise beachten. Die Vertragslaufzeit des neuen Tarifs sollte nicht mehr als 12 Monate umfassen. Zudem ist angeraten darauf zu achten, dass der Anbieter für diesen Zeitraum eine Preisgarantie gewährt. Vor allem die besonders günstigen Stromanbieter erhöhen oftmals nach wenigen Monaten die Preise. Entscheiden sich die Kunden dann für einen Wechsel entfällt der Neukundenbonus, welcher einen Großteil der Ersparnis ausmacht. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Empfehlungsrate durch Verbraucher, die bereits zu dem Anbieter gewechselt haben. Liegt diese bei weniger als 50 Prozent ist von einem Wechsel zu dem Stromversorger abzusehen.

Wichtig ist auch, dass sich die günstigen Pakettarife nicht für alle Verbraucher eignen. Nur wenn der Stromverbrauch geringe bis am besten keine Schwankungen aufweist und auch für das nächste Belieferungsjahr keine Änderungen geplant sind, die den Stromverbrauch beeinflussen könnten, ist zu diesen Paketen zu raten. Andernfalls können diese schnell teurer werden als ursprünglich geplant. Monatliche Abschlagszahlungen bieten ebenfalls eine gewisse Sicherheit bzgl. eines Stromanbieterwechsels.

Wollen Verbraucher fortlaufend sparen, rät Oschmann von stromvergleich.de dazu, den Stromvergleich jährlich zu wiederholen. Denn auch wenn der Anbieter aktuell zu den günstigsten am Markt gehört, heißt das nicht, dass dies in einem Jahr auch so ist. Dabei ist zu beachten, dass viele Stromanbieter im zweiten Jahr die Preise erhöhen. Wer dann nicht erneut vergleicht und ggf. zu einem günstigeren Lieferanten wechselt, zahlt womöglich drauf.

Mit einem Mythos räumt Dirk Oschmann auf: Wer den Stromanbieter wechselt bekommt trotzdem weiterhin Strom von dem ortsansässigen Versorger. Dieser bleibt der Ansprechpartner. Der neue Stromanbieter stellt den Kunden lediglich den günstigeren Strom in Rechnung.