Gerade jedoch auch im privaten Bereich ist es ratsam, diese Versicherung zu besitzen, da es hier relativ schnell zu Schäden kommen kann, für die man finanziell gerade stehen muss.

Personenschäden sind oft millionenschwer

Die Privathaftpflicht springt immer dann ein, wenn man einen Schaden bei anderen verursacht hat und dadurch Kosten für Reparatur oder Ersatz auftreten. Man meldet seiner Versicherung diesen Fall, die dann die Kosten übernimmt. Da es schnell beispielsweise bei einem Unfall mit verletzten Personen zu sehr hohen Kosten kommen kann, ist man ohne entsprechende Versicherung schnell finanziell überfordert. Viele Versicherungen bieten diese Form zu günstigen Preisen an. Allerdings sollte man sich ausreichend informieren und vergleichen, da es zu erheblichen Unterschieden kommen kann.

Besonders die Versicherungssummen sollten hoch angesetzt sein. Bei Personenschäden ist es inzwischen üblich, dass hier mit zehn Millionen Euro versichert wird. Auch wenn sich diese Summe auf den ersten Blick übertrieben hoch anhört, sind Verletzungen mit einem langen Krankenhausaufenthalt, Operationen, anschließende Rehabilitation oder sogar Erwerbsunfähigkeit sehr teuer und entsprechende Summen schnell erreicht.

Besondere Schäden versichern lassen

Achten sollte man außerdem darauf, dass Gefälligkeits- und Allmählichkeitsschäden abgedeckt sind.  Bei den Gefälligkeitsschäden handelt es sich um Handlungen, die man aus Gefälligkeit vornimmt, wie zum Beispiel den Briefkasten des Nachbarn leeren oder seine wertvollen Fische während dessen Urlaubes zu füttern. Kippt dabei das Aquarium um, es entsteht ein Wasserschaden auf dem Parkett und die seltenen Fische sterben, springt die Versicherung ein, wenn diese Schäden abgedeckt waren – sonst muss man selbst bezahlen. Die Allmählichkeitsschäden erkennt man nicht sofort: Hat man einen Rohrbruch, aus dem langsam Wasser sickert und so zu einem Schaden führt, springt die Haftpflicht ein.

Als Hundebesitzer kann man in der privaten Haftpflichtversicherung häufig seine Haustiere mitversichern lassen. So ist man geschützt, wenn das Tier vor einen Radfahrer springt, dieser zu Fall kommt und sich verletzt. Aber auch kleiner Schäden wie eine umgekippte Vase in der Nachbarswohnung oder ein angekauter Hausschuh lässt sich so ersetzen. Nimmt man allerdings einen fremden Hund vorübergehend in Pflege, sollte man sich bei seiner Versicherung informieren, ob dieser weiter versichert ist oder ob eine Zusatzklausel in den Vertrag eingefügt werden muss.