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Ratgeber

Pilze in Franken: Tipps und Tricks für Sammler

Sie sind bei Sammlern, Köchen und Biologen begehrt - doch was ist eigentlich ein Pilz? Welche kann man essen? Alles Wichtige rund um den Pilz gibt's hier.
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Sie sind bei Sammlern, Köchen und Biologen begehrt - doch was ist eigentlich ein Pilz? Welche kann man essen? Foto: Patrick Pleul / dpa
Sie sind bei Sammlern, Köchen und Biologen begehrt - doch was ist eigentlich ein Pilz? Welche kann man essen? Foto: Patrick Pleul / dpa


Was sind Pilze?

Die Gruppe der Pilze lässt sich schwer zwischen Flora und Fauna einordnen. Sie sind zwar enger mit den Tieren verwandt, bilden jedoch ein eigenes Reich, das mehr als 100.000 verschiedene Pilzarten umfasst.

Die bekanntesten Vertreter gedeihen in Wiesen- und Waldgebieten. Der Stoffwechsel ist die große Gemeinsamkeit aller Pilze: Der basiert nicht auf Photosynthese (da Pilze kein Blattgrün besitzen), sondern auf der Zersetzung toter organischer Materie.


Tipps & Tricks für Sammler:

- Geduld beweisen: Pilzsucher werden oftmals schnell fündig - zu schnell. Der optimale Wuchsort ist, wo der Boden feucht und die Luft mild ist. Diese Plätze sind meist schwer zu finden.

- Bei Regen zu Hause bleiben: Regnet es viel, saugen sich Pilze voll mit Wasser. Darunter leidet das Aroma und der Pilz verfault schneller.

- Zur Arterhaltung beitragen: Hat man eine gute Stelle zum Ernten gefunden, sollten ein paar Exemplare übrig gelassen werden. Werden mehrere Pilze stehen gelassen, erhöht das die Chance auf "Nachwuchs".

- Zustand des Pilzes beachten: Ist der Pilz faulig oder von Tieren angenagt, sollten Sammler ihr auf keinen Fall mitnehmen. Zuhause sollten sie die Pilze ausbreiten, sodass sie mit Sauerstoff in Berührung kommen. Dort kann zusätzlich noch auf Wurmstellen geachtet werden.


Pilze in der Küche:

- Steinpilz: Zu finden in den Schatten der Bäume, hat der glänzende Pilz einen braunen oder roten Hut. Zusammen mit dem weißen Fleisch hat der Steinpilz einen nussigen Geschmack. Oftmals wird er in Suppen oder Soßen verwendet.

- Pfifferling: Einer der bekanntesten Speisepilze: der Pfifferling. Gelbe Farbe, Rillen an Stiel und Hut und eine Trichterform. Oftmals wächst er in der Nähe von Kiefern oder Buchen. In der Küche wird er meist angebraten oder im Salat verwendet.

- Waldchampignon: Der kleine Bruder des Supermarkt-Champignons hat einen kugelförmigen Kopf und einen kurzen Stiel. Die Exemplare sind meist in Schrebergärten zu Hause und weitverbreitet. In Kombination mit Fisch oder Nudeln kommen Waldchampignons auf die Teller der Republik.

- Butterpilz: Der Butterpilz ist nicht für jeden Magen gedacht und wird im Volksmund als "gesundheitlich bedenklich" beschrieben, wird aber von manchem Liebhaber dennoch gerne verwendet. Im Schatten der Kiefern wächst der Pilz mit dem klebrigen Hut. Farblich reicht der Hut von gelblich bis braun.

- Stockschwämmchen: Ein brauner Pilz mit weißem Fleisch, der leicht verwechselt werden kann. Aufgrund seines geriffelten Außenrings besteht die Gefahr ihn mit dem Gifthäubling zu verwechseln. In der Küche werden damit meist Suppen verfeinert.

- Hallimasch: Wattiger Stiel, gelblich bis bräunliche Farbe und in den Hohlräumen der Bäume zu Hause. In Kombination mit anderen Pilzen ideal für eine Pilzpfanne geeignet oder als Beilage zu Fleisch.


Pilzregionen in Franken:

Als besonders pilzreiche Regionen in Franken gelten der Steigerwald zwischen Erlangen, Schweinfurt und Bamberg sowie der Frankenwald zwischen Kulmbach und Hof.

Für alle Pilzliebhaber gibt es in Bayern zusätzlich den Hirschwald zwischen Nürnberg und Regensburg, um fündig zu werden.