So oder so ähnlich spielt es sich  in deutschen Büros täglich ab: Mitarbeiter verzweifeln an ihrem Schulenglisch oder wissen, dass sie sich für den nächsten Karriereschritt sprachlich weiterqualifizieren müssen. Aber wie poliert man seine Sprachfähigkeiten auf, wenn man in Lohn und Brot steht und zeitlich eingebunden ist?

Machen Sie mal Urlaub!

Keine Frage – die angenehmste Variante ist der Sprachurlaub. Ob im lauschigen Malta, im quirligen London, in Buenos Aires oder Shanghai – man kann einen ausgedehnten Städtetrip oder Inselbesuch prima zum Sprachenlernen nutzen. Angebote gibt es reichlich. Genauso reichlich sollte man aber auch über freie Zeit verfügen, denn mit einem Wochenende ist es leider nicht getan. Daher: Wer zum Beispiel beim Wechsel vom alten in den neuen Job eine Pause einlegen will, investiert mit einem Sprachurlaub in seine Zukunft und kann gleichzeitig ordentlich ausspannen.

Noch mal die Schulbank drücken

Der klassische Weg läuft über Sprachkurse in einschlägigen Schulen oder Instituten. Die haben ein breit gefächertes Programm, versierte Trainer, maßgeschneiderte Stundenpläne. Wer am liebsten systematisch und in der Gruppe lernen möchte, ist hier richtig. Alle ziehen am gleichen Strang, steuern im Team auf ein Ziel zu. Und nebenher lernt man interessante Leute kennen, die ausnahmsweise keine Kollegen sind. Außer: Die Firma finanziert Inhouse-Sprachtrainings, dann hat man die bekannten Gesichter um sich, muss dafür aber nicht nach Feierabend eine Extra-Tour zur Volkshochschule einlegen.

Partner fürs Sprechen

Schon mal über eine Sprach-Partnerschaft nachgedacht? Dann bitte einfach googeln und ein entsprechendes Forum aufsuchen. Sprach-Partnerschaften laufen so, dass sich zwei Lernwillige mit den gleichen Zielen kontaktieren und gemeinsam in der Fremdsprache kommunizieren: Beim Kneipentreff, per Telefon, Skype, E-Mail oder SMS. Dieses Freestyle-Training ist sicher unorthodox und nicht gerade schulmäßig. Wer aber auf Sprachgefühl, Verständnis und Eloquenz setzt und es mit Grammatik-Pauken nicht übertreiben will, ist mit einem Sprachfreund gut bedient. Es muss ja nicht gleich der Bund fürs Leben sein – doch gut, dass man mal drüber gesprochen hat. Aber nicht auf Deutsch!

Online sein eigenes Ding machen

Sprachlernportale, wie zum Beispiel Papagei.com, sind die Unabhängigkeitserklärung für alle, die keine starren Strukturen mögen, sich nicht an feste Termine halten wollen oder können und ihre Zeit selbst einteilen möchten. Heute gibt es eine ganze Reihe attraktiver Online-Sprachkurse, die mit ausgefeilten Tools und gut gemachten Lehrvideos das Sprachtraining auf den PC oder aufs Tablet bringen. Wann immer es gerade passt, kann man sich Nachschlag holen und im eigenen Tempo zum Lernziel kommen. Das erfordert ein bisschen Disziplin. Aber gerade Vielbeschäftigte sind online einfach flexibler dran. Inzwischen lernen Vorstände online – und natürlich Azubis, die bei der nächsten sich bietenden Chance mal so richtig glänzen wollen.