Je nach Anbieter steigt der Preis pro Kilowattstunde Strom deshalb künftig von etwa 27,75 Cent auf 29,73 Cent. Auch die Kosten für Heizöl und Erdgas steigen stetig an und verursachen von Jahr zu Jahr höhere Energiekosten.

Der Hauptgrund für die jährlich steigenden Energiekosten liegt in der zunehmenden Förderung erneuerbarer Energien. Die Ökostrom-Zulage, die der Energieerzeugung durch Solar-, Wind- und Biogasanlagen zugute kommt, ist für das Jahr 2014 noch einmal angehoben worden. Diese Steigerung wirkt sich nachhaltig auf die Energiekosten aus, die Anbieter den Endverbrauchern in Rechnung stellen müssen. Wer den steigenden Nebenkosten effektiv entgegenwirken möchte, kann auf verschiedene Sparmaßnahmen im Bereich des Energieverbrauchs zurückgreifen. Neben zahlreichen Ratgebern bieten auch der Deutsche Mieterbund e.V. und das Umweltbundesamt zahlreiche Tipps für einen ökonomischeren Energieverbrauch an. Während einfache Hilfsmittel wie Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder, Intervallschalter und Energiesparlampen den tatsächlichen Verbrauch oft schon nach kurzer Zeit merklich senken, können bauliche Maßnahmen wie eine effiziente Wärmedämmung des Hauses oder der Einbau von Deckenventilatoren und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung dabei helfen, die vorhandene Energie möglichst lange und umfangreich zu nutzen. Auch einfache Verhaltensregeln wie zum Beispiel ein energieeffizientes Lüften der eigenen vier Wände können zusätzlich dazu beitragen, die Energiekosten im eigenen Haushalt nachhaltig zu senken. Besonders zukunftsweisend ist auch der Einbau einer modernen Photovoltaikanlage, mit der Solarenergie für die Nutzung im eigenen Haushalt erzeugt werden kann.

Im nachfolgenden Vergleich werden die häufigsten Energiespartipps erläutert und im Hinblick auf ihre Effizienz im ökologischen und ökonomischen Sinne gegenübergestellt.

1. Energie sparen: Steigenden Energiekosten durch Sparmaßnahmen entgegenwirken

Die steigenden Energiekosten sind für Verbraucher inzwischen zum Alltag geworden. Da ein Hauptgrund für die wachsenden Kosten in der immer stärkeren Förderung erneuerbarer Energien liegt, sind die meisten Endkunden allerdings trotzdem gerne bereit, die Mehrkosten gemeinschaftlich mitzutragen. Einsparungen im Bereich des eigenen Energieverbrauchs von Privathaushalten sollen stattdessen dabei helfen, die Preisschraube wieder zu Gunsten der Verbraucher zu beeinflussen. Die folgenden Sparmaßnahmen können tatsächlich bares Geld einsparen:

1.1. Strom sparen durch Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder und Intervallschalter

Gerade in Privathaushalten gibt es zahlreiche so genannte Stromfresser, die vor allem im Dauerbetrieb große Mengen an Energie verbrauchen und somit zu hohen Stromkosten führen. Häufig ist es aber gar nicht notwendig, entsprechende Geräte dauerhaft im Betrieb zu haben. Durch Zeitschaltuhren, Intervallschalter und Bewegungsmelder kann eine deutlich effizientere Energienutzung erzielt werden, ohne dass sich die Hausbewohner in ihrer täglichen Lebensqualität einschränken müssen.

1.1.1. Bewegungsmelder und Intervallschalter

Bewegungsmelder eigenen sich vor allem für den Außenbereich und für Räume und Innenbereiche, die nicht über einen längeren Zeitraum hinweg wohnlich genutzt werden, wie zum Beispiel Flure, Treppenhäuser, Keller und Waschräume. Im Außenbereich sind Bewegungsmelder vor allem in allen Eingangsbereichen aber auch zur Beleuchtung von Zugangswegen, Gartenbereichen oder Kellertüren praktisch. Ein Bewegungsmelder aktiviert die installierte Lichtquelle, sobald er eine Bewegung registriert, also beispielsweise wenn sich jemand der Haustür nähert.

Nach einer vordefinierten Zeitspanne wird die Lichtquelle ebenso automatisch wieder deaktiviert. Vor allem in den Wintermonaten bergen entsprechende Installationen ein enormes Energiesparpotential. So muss beispielweise die Beleuchtung des Eingangsbereiches oder eines Zufahrtsweges nicht dauerhaft in Betrieb sein, sondern nur im Bedarfsfall. Auch das Licht vor und in einer Garage kann besonders praktisch und energiesparend über einen Bewegungsmelder gesteuert werden.

Im Keller, im Waschraum oder im Treppenhaus eignen sich neben Bewegungsmeldern auch Lichtschalter mit Intervallschaltung, die die Lichtquelle nach einem festen Zeitraum automatisch wieder deaktivieren. Da diese Räumlichkeiten in der Regel nur für eine kurze Zeit genutzt werden und kein Teil der eigentlichen Wohnräume eines Privathaushaltes sind, können Verbraucher durch solche Installationen ihren Stromverbrauch deutlich senken und so effektiv Energiekosten sparen. Moderne Bewegungsmelder und Intervallschalter können individuell und sekundengenau programmiert werden, um eine möglichst benutzerfreundliche Bedienung zu gewährleisten. Auch lassen sie sich kostengünstig und ohne großen Arbeitsaufwand in jede handelsübliche Steckdose oder Lichtquelle einbauen und sind damit leicht und schnell in Betrieb zu nehmen.

1.1.2. Zeitschaltuhren

Zeitschaltuhren bieten den großen Vorteil, dass sie einen effizienten Energieverbrauch mit alltäglichem Wohnkomfort verbinden und somit keine Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringen. Mithilfe einer Zeitschaltuhr lassen sich elektronische Geräte oder Installationen wie Heizkörper, Außenbeleuchtungen, Küchengeräte oder elektronische Rollläden und Tore zu einem vordefinierten Zeitraum aktivieren und deaktivieren. Zeitschaltuhren lassen sich auf fast jeder handelsüblichen Steckdose und fast jedem Heizkörper kostengünstig und mit wenigen Handgriffen nachrüsten und sind in der Regel leicht und benutzerfreundlich zu bedienen. Außerdem überzeugen Zeitschaltuhren besonders in Privathaushalten durch ihre flexible Einsatzfähigkeit, da nahezu jedes elektronisch gesteuerte Gerät wie Heizkörper, Lichtquellen im Innen- und Außenbereich, Küchen- und Mediengeräte darüber aktiviert werden können.

Dabei hat der Verbraucher die Wahl zwischen einer mechanischen und einer digitalen Zeitschaltuhr. Mechanische Zeitschaltuhren sind in der Anschaffung noch günstiger als ihr digitales Pendant, doch Energiesparexperten raten Verbrauchern trotzdem zu der moderneren digitalen Variante, da sich diese Geräte noch genauer einstellen lassen und damit auch eine höhere Energieeffizienz versprechen.

Ein zusätzlicher Vorteil von Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren ist die Tatsache, dass sie neben einer erhöhten Energieeffizienz auch einen zusätzlichen Einbruchschutz darstellen. Vor allem bei längerer Abwesenheit bieten diese Installationen häufig einen zuverlässigen Erstschutz gegen unbefugtes Betreten des Eigenheimes und können so manchen Einbruchsversuch bereits im Vorfeld vereiteln.

1.2. Energiebewusst beleuchten: Energiesparlampen und ihr Sparpotential

Energiesparlampen sind bereits seit einigen Jahren im Handel erhältlich und ersetzen nach und nach die herkömmlichen Glühbirnen. Energiesparlampen versprechen einen geringeren Stromverbrauch und damit eine höhere Energieeffizienz im Bereich der Beleuchtung des Eigenheims. Je nach Produkt und Ausfertigung verbraucht eine Energiesparlampe sogar bis zu 80 Prozent weniger Strom als ein herkömmliches Leuchtmittel. Dies liegt daran, dass die so genannten Kompaktleuchtstofflampen auf deutlich geringere Wattzahlen zurückgreifen müssen, um das gleiche Leuchtergebnis zu erzielen wie eine herkömmliche Glühbirne.

So kann beispielsweise eine Glühbirne mit 40 Watt durch eine Energiesparlampe mit ungefähr 7 bis 8 Watt ersetzt werden, ohne dass Leuchtkraft eingebüßt wird. Eine 60-Watt-Glühlampe kann durch eine Energiesparlampe mit 11 Watt ersetzt werden und eine Energiesparlampe mit 14 bis 20 Watt ersetzt eine besonders helle und leistungsstarke 75-Watt-Glühbirne.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass einige Energiesparlampen erst nach einigen Sekunden ihre volle Leuchtkraft entfalten. Nach einer kurzen Wartezeit ist die Leuchtkraft allerdings ebenso intensiv wie bei einer Glühbirne mit einer vergleichbaren Leistung.

Auch die Lebensdauer einer Energiesparbirne ist im Schnitt zehnmal so hoch wie die einer Glühbirne, wodurch Verbraucher nicht nur die Stromkosten senken können sondern auch beim Kauf der Leuchtmittel für das Eigenheim bares Geld sparen, auch wenn die meisten Energiesparlampen im Anschaffungspreis merklich über den ausgedienten Leuchtmitteln liegen. Ein weiterer Vorteil der Energiesparlampen liegt darin, dass sie sich auch nach längerer Brenndauer weniger stark aufheizen als Glühbirnen. So kann auch eine Kompaktleuchtstofflampe mit einer höheren Leistung verwendet werden, um mehr Helligkeit zu erzeugen, ohne dass Schäden für die entsprechende Lampe zu befürchten sind.

Die modernen und energieeffizienten Energiesparlampen können in jeder handelsüblichen Lampe verwendet werden, da sie inzwischen in vielen verschiedenen Formen und Ausführungen erhältlich sind. Auch bei der Lichtfarbe können Verbraucher auf eine große Bandbreite zurückgreifen. Längst weisen Energiesparlampen nicht mehr das kalte und eher bläuliche Licht auf, das in den Anfängen der Entwicklung nur wenige Kunden überzeugen konnte. So verbinden Energiesparlampen die gewohnte Behaglichkeit heimischer Beleuchtung mit einer echten Kostenersparnis. Besonders langfristig zeigen die neuen Leuchtmittel ihr Einsparpotential. Eine Umrüstung auf Energiesparlampen ist allerdings ohnehin unumgänglich, da die Herstellung althergebrachter Glühbirnen bereits flächendeckend eingestellt wurde.

1.3. Mit der richtigen Dämmung gegen Energieverlust

Ein möglichst geringer Energieverbrauch im täglichen Leben ist eine effiziente Möglichkeit, um steigenden Energiekosten im Privathaushalt entgegenzuwirken. Um aber auch bei einem geringeren Einsatz von Energie nicht auf den gewohnten Wohnkomfort verzichten zu müssen, ist eine möglichst effiziente Dämmung des Eigenheims unerlässlich. So kann die vorhandene Energie ohne größere Verluste genutzt werden. Bei ungedämmten oder nicht ausreichend gedämmten Wänden gehen im Schnitt bis zu zwei Drittel der aufgewendeten Energie auf diese Weise verloren.

Dabei entweichen rund 35 Prozent über die Wände, bis zu 25 Prozent durch schlecht abgedichtete Fenster, 30 Prozent über das Dach und 10 Prozent über den Boden.

Während Neubauten in der Regel bereits nach modernsten Möglichkeiten zur Wärmedämmung konzipiert werden, verfügen Bestandsbauten älteren Datums meist nicht über eine ausreichende Außendämmung. Eine Nachrüstung ist in den meisten Fällen problemlos möglich, wenn auch mit hohen Kosten verbunden, allerdings kann so nach Angaben der Deutschen Energieagentur (Dena) ein maximaler Dämmerfolg erzielt werden, der noch bis zu 30 Prozent unter dem Dämmschutz von Neubauten liegt. Zu den wichtigsten Dämmmaßnahmen gehören das Abdichten von Fenstern und Türen und die sorgfältige Dämmung der Hausfassade, des Daches und des Kellers. Insbesondere die Außenwände, an denen Heizkörper angebracht sind, sollten gut isoliert werden, um einen Wärmeverlust zu vermeiden. Dabei können besonders dicke Außenwände eine Dämmung mit modernen Dämmstoffen nicht ersetzen. So kann die Isolierung einer Betonwand von einem Meter Dicke durch modernes Dämmmaterial von nur zwei Zentimetern ersetzt werden, um eine noch effektivere Wärmedämmung zu erreichen.

Eine energieeffiziente Wärmedämmung ist allerdings eine bauliche Energiesparmaßnahme, die erst langfristig finanziell zu Buche schlägt, denn die Kosten für moderne Dämmmaßnahmen sind meist sehr hoch. Auch wenn sich die Energieeinsparungen nach den Umbaumaßnahmen in der Regel sofort bemerkbar machen, kann es einige Jahre dauern, bis sich die Erstkosten aufgrund der geringeren Energiekosten amortisiert haben.

Ein weiteres Plus einer effektiven Wärmedämmung ist allerdings der gesteigerte Marktwert der Immobilie. Seit 2009 müssen Eigenheimbesitzer einen Energieausweis beantragen, um ihre Immobilie verkaufen oder vermieten zu können. In diesem Dokument wird die Energieeffizienz des Gebäudes vermerkt, von der auf voraussichtliche Heizkosten im Alltag zu schließen ist. Eine energieeffiziente Dämmung nach modernen Richtlinien steigert deshalb den Wert einer Immobilie enorm und kann zu erheblich vorteilhafteren Preisen für Verkäufer und Vermieter führen.

1.4. Heizkosten sparen: Richtig lüften zu jeder Jahreszeit

Jeder private Haushalt verwendet etwa drei Viertel seines Energieverbrauchs auf das Heizen. Die Heizkosten schlagen deshalb bei den Nebenkosten besonders schwer zu Buche. Wer nachhaltig Energie sparen möchte, sollte deshalb vor allem an den Heizkosten sparen. Um möglichst wenig Energie für die persönliche Wohlfühltemperatur aufwenden zu müssen, sollten Verbraucher auch ihr Verhalten im Hinblick auf das alltägliche Lüften der eigenen vier Wände überprüfen, insbesondere im Winter, wenn die Heizenergie beim Lüften verloren gehen kann.

Ein regelmäßiger Luftaustausch ist notwendig, um ein gesundes Raumklima zu erhalten und Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Für einen möglichst geringen Energieverlust beim Lüften empfiehlt sich allerdings mehrmals täglich ein kurzes Stoßlüften an Stelle eines langfristig gekippten Fensters, durch das große Mengen an Energie entweichen können. Während des Stoßlüftens empfiehlt es sich auch, die Heizkörper im Raum vorübergehend ganz abzudrehen, um Energiekosten zu sparen. Bei vollständig geöffneten Fenstern kann innerhalb kürzester Zeit ein ausreichender Luftaustausch stattfinden, wobei die im Raum gespeicherte Wärme aber zu großen Teilen erhalten bleibt. So kombiniert das richtige Lüftungsverhalten optimalen Wohnkomfort mit einem minimalen Energieverlust.

Energieeffizientes Lüften ist vor allem in stark und regelmäßig beheizten Räumen wichtig. Dabei verursacht diese Energiesparmaßnahme zwar keine Kosten, erfordert allerdings etwas Disziplin und die kritische Überprüfung des eigenen Verhaltens im Alltag.

1.5. Heizen durch Energierückgewinnung: Deckenventilatoren als Einsparhilfe

Um die eingesetzte Heizenergie optimal zu nutzen und damit die Heizkosten zu senken, ist das Prinzip der Energierückgewinnung besonders effizient. Deckenventilatoren und Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sind dazu besonders gut geeignet.

Die warme Heizungsluft steigt im Raum nach oben. Dabei entsteht im Schnitt ein Temperaturgefälle zwischen 17 Grad in Bodennähe und der Raummitte und 25 Grad im oberen Raumbereich. Die aufgewendete Heizenergie, die benötigt wird, um den Raum auf angenehme 25 Grad zu heizen, verpufft dadurch zu großen Teilen unter der Decke.

Durch entsprechende Installationen wie Deckenventilatoren wird die warme Luft wieder nach unten abgeleitet, um in den unteren Bereichen von Wohnräumen effizienter genutzt zu werden. Die warme Luft zirkuliert so im gesamten Raum und kann für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgen, ohne dass zusätzliche Heizenergie aufgewendet werden muss. Die ideale Raumhöhe für den Einsatz eines Deckenventilators liegt dabei bei maximal 2,80 Meter. Ist der Raum höher, kann eine ausreichende Zirkulation der warmen Luft nicht mehr gewährleistet werden.

Moderne Deckenventilatoren verfügen über einen separaten Sommer- und Winterbetrieb. Dreht sich der Ventilator vorwärts, trägt die nach unten ausgerichtete Schrägstellung der Flügel dazu bei, dass kühle Luft in den Raum geleitet wird. Im Rückwärtsbetrieb wird die Luft vom Ventilator nicht mehr weggedrückt sondern angesogen. Dadurch wird die warme Luft zur Decke gedrückt und über die Wände wieder ins Rauminnere zurückgeleitet. Durch die Umschaltung zwischen Sommer- und Winterbetrieb werden Deckenventilatoren zu einer effizienten Ergänzung zum Heizbetrieb im Winter.

Lüftungssysteme, die das Prinzip der Wärmerückgewinnung nutzen, tauschen die warme Luft im Gebäudeinneren über Lüftungsschätze aus. Dabei wird die frische Luft von außen direkt an der warmen Luft aus dem Rauminneren entlanggeführt, wodurch ein großer Teil der Restwärme der verbrauchten Luft noch einmal effizient genutzt werden kann.

Auch moderne Klimaanlagen verfügen neben einer Kühlfunktion über eine Möglichkeit zum Heizen. Dabei wird die angesaugte Raumluft im Klimagerät nicht gekühlt, sondern aufgewärmt, bevor sie wieder in den Raum zurückgepustet wird. Ein adäquater Ersatz für andere Wärmequellen ist eine Klimaanlage mit Heizfunktion Experten zufolge allerdings nicht, da eine solche Installation häufig für Zugluft sorgt und deshalb idealerweise nicht ständig im Betrieb sein sollte. Auch aus ökonomischen Gesichtspunkten ist ein Deckenventilator oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dem Einsatz einer Klimaanlage zu Heizzwecken vorzuziehen.

Ein konkretes Rechenbeispiel kann verdeutlichen, warum der Einsatz von Deckenventilatoren zur Unterstützung beim Heizen und zur Einsparung von Energiekosten in der Regel besser geeignet ist als der Betrieb einer Klimaanlage mit Heizfunktion. Das Rechenbeispiel geht von einem durchschnittlichen Strompreis von 27 Cent pro Kilowattstunde (kWh) vor der Energiepreiserhöhung im laufenden Jahr aus.

Rechenbeispiel:

Deckenventilator                                   Klimaanlage

Stufe 3:  60 Watt = 1,44 Cent                2500 Watt: 60 Cent

Verbrauch nach 10 Stunden bei voller Leistung:

14,4 Cent                                                 6,00 €

Verbrauch bei 10 Stunden Betrieb pro Tag an 7 Tagen in der Woche

1,08 €                                                     42,00 €

Daraus ergibt sich ein monatlicher Verbrauch (28 Tage) von:

30,24 €                                                  1176,00 €

Durch Energiesparventilatoren lässt sich die Ersparnis aus diesem Rechenbeispiel noch effizienter gestalten. Die neueste Generation der Energiesparventilatoren verbraucht in den Stufen 1-3 nur noch ca. 8-30 Watt pro Stunde, also ungefähr die Hälfte dessen, was herkömmliche Deckenventilatoren verbrauchen. Dabei setzen die Energiesparventilatoren auf die Verwendung von sogenannten DC-Motoren. Diese Gleichstrommotoren ermöglichen durch die geschickte Nutzung von wechselseitigem Magnetismus ein effizienteres Energiemanagement. 

(Quelle: http://www.creoven.de/content/energieverbrauch-von-deckenventilatoren/)

Der optimale Einsatz von Deckenventilatoren und Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung kann das heimische Heizsystem effizient unterstützen. Die Anschaffungs- beziehungsweise Installationskosten entsprechender Vorrichtungen sind in der Regel überschaubar und werden bereits nach kurzer Zeit durch eingesparte Energiekosten amortisiert. Es empfiehlt sich allerdings einen Fachmann hinzuzuziehen, um das passende Lüftungssystem für die vorhandene Raumgröße und Deckenhöhe zu installieren. Nur so können die Heizkosten mithilfe eines Deckenventilators oder eines Lüftungssystems merklich gesenkt werden.

1.6. Energiequelle Eigenheim: Solaranlagen für eigenen Ökostrom

Solarenergie zählt zu den am häufigsten genutzten Möglichkeiten der modernen erneuerbaren Energien. Mithilfe von Solarzellen wird Sonnenenergie eingefangen und in haushaltsüblichen Strom umgewandelt. Unter dem modernen Begriff Photovoltaik entsteht so ein enormes Energiepotential, das sowohl kostengünstig als auch umweltschonend ist. Neben großen Solaranlagen öffentlicher und zum Teil auch staatlich geförderter Anbieter investieren heute auch immer mehr Eigenheimbesitzer in moderne Photovoltaikanlagen für das eigene Dach und produzieren so ihren eigenen Strom. Dadurch können Verbraucher nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Umwelt leisten, sondern sich auch in gewissem Maße von stetig steigenden Energiepreisen unabhängig machen.

Besonders effizient sind Photovoltaikanlagen, die über ein zusätzliches Speichersystem verfügen, in dem überschüssige und nicht sofort verwendete Energie gespeichert werden kann. So können auch größere Energiemengen aus Solarstrom langfristig genutzt werden. Damit können ungefähr 80 Prozent der gesammelten Solarenergie für den eigenen Haushalt genutzt werden. Ohne Speicheranlage kann ein Haushalt im Schnitt nur etwa 30 Prozent der gewonnenen Energie selbst nutzen, der Rest kann allerdings in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Entspricht die Photovoltaikanlage den gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), wird dieser Strom vom Staat zusätzlich vergütet.

Die Installation einer modernen Photovoltaikanlage ist in der Regel nicht ganz günstig. Aufgrund der hohen Energieeinsparung durch die Nutzung des selbst erzeugten Solarstromes haben sich solche Investitionen aber meist schon nach wenigen Jahren amortisiert. Eigenheimbesitzer können für den Einbau einer modernen Solaranlage außerdem häufig auf staatliche Förderungen oder besonders günstige Kredite zurückgreifen, da der Staat gerade im Bereich der erneuerbaren Energien auf starke Unterstützung setzt. Darüber hinaus erhöht eine moderne Photovoltaikanlage den Wert einer Immobilie enorm und bringt damit viele Vorteile für Eigenheimbesitzer mit sich.

2. Energiesparmöglichkeiten und ihre Effizienz im Überblick

Einsparmaßnahme

Kosten

Arbeitsaufwand

Positive finanzielle Auswirkung

Nutzungsmöglichkeiten

Bewegungsmelder, Intervallschalter und Zeitschaltuhren

Mittel

Gering bis Mittel

Kurzfristig

Vor allem in wenig genutzten Innenräumen und im Außenbereich

Energiesparlampen

Gering

Sehr gering

Kurzfristig

In allen Leuchtmitteln im gesamten Haus

Wärmedämmung

Hoch

Hoch

Langfristig

Gesamtes Haus

Richtiges Lüften

Keine

Hoch, eigenes Verhalten muss diszipliniert kontrolliert werden

Kurzfristig

Vor allem stark und regelmäßig beheizte Räume

Deckenventilator und Lüftungssystem

Mittel

Mittel

Kurz- bis mittelfristig

In beheizten Räumen mit entsprechender Raumgröße und Deckenhöhe

Solaranlage

Hoch

Hoch

Mittel- bis langfristig

Stromversorgung für das gesamte Haus und für das öffentliche Stromnetz

3. Fazit

Die Möglichkeiten zur Einsparung von Energiekosten sind zahlreich und reichen von größeren baulichen Maßnahmen über kleinere Nachrüstungen bis hin zur kritischen Überprüfung des eigenen Energienutzungsverhaltens. Welche Möglichkeit im eigenen Haushalt besonders effizient einzusetzen ist, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden. Bei der Planung von Neubauten empfiehlt es sich sicherlich auf den Einsatz moderner Dämmmöglichkeiten zu achten und gegebenenfalls auch bereits in den Einbau einer Photovoltaikanlage zu investieren. Bei älteren Bestandsbauten kann ein fachmännisches Gutachten dabei helfen, die besten Möglichkeiten zum Energiesparen auszumachen. Größere bauliche Maßnahmen wie der nachträgliche Einbau einer Dämmung können hier hohe Kosten verursachen, die sich erst langfristig rechnen.

Kleinere Maßnahmen wie der Einbau von Bewegungsmeldern, Zeitschaltuhren und Intervallschaltern, der Einsatz von Energiesparlampen oder die Nachrüstung eines Deckenventilators sind dagegen eher selten mit hohen Kosten verbunden und können deshalb schon sehr bald eine positive Auswirkung auf die Nebenkostenabrechnung haben. Vor allem das eigene Verhalten im Hinblick auf die Nutzung von Energie sollte im Vorfeld noch einmal kritisch beleuchtet werden, um eventuelle Energiefresser im Alltag ausmachen zu können und möglichst effizient auf die Kostenbremse zu treten.

Quellen:

http://www.mieterbund.de/

http://www.umweltbundesamt.de/

http://www.obi.de/de/rat-und-tat/wohnen/beleuchtung/energiesparlampen-berater/index.html

http://www.creoven.de/content/energieverbrauch-von-deckenventilatoren/

http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/modernisierung-haus/nachtraegliche-waermedaemmung/waermedaemmung-kosten.html

http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/downloads/VZE_Broschuere_Waermedaemmung.pdf

 

Bildquelle:

Bild 1: GG-Berlin / pixelio.de

Bildunterschrift: Steigende Energiepreise verursachen jährlich höhere Nebenkosten in Privathaushalten.

Bild 2: Alipictures / pixelio.de

Bildunterschrift: Bewegungsmelder unterstützen besonders die externe Beleuchtung effizient.

Bild 3: Rainer Sturm / pixelio.de

Bildunterschrift: Moderne Dämmmaterialien verhindern einen großen Energieverlust.

Bild 4: www.creoven.de

Bildunterschrift: Mit einer ausreichenden Luftzirkulation kann Heizungsluft optimal genutzt werden.

Bild 5: www.creoven.de

Bildunterschrift: Mit einer ausreichenden Luftzirkulation kann Heizungsluft optimal genutzt werden.

Bild 6: Rainer Sturm / pixelio.de