Melbourne

Hoffnung im Kampf gegen Corona: Medikament tötet Erreger in 48 Stunden

Arznei gegen Corona? Wissenschaftler haben nun offenbar ein hilfreiches Mittel im Kampf gegen das Coronavirus entdeckt. Ein Medikament, das das Corona-Erbgut innerhalb von 48 Stunden abtötet: Es steht sogar in großen Mengen zur Verfügung - doch kann es wirklich helfen?
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Coronavirus, Labor, Medikament. Symbolfoto: Michal Jarmoluk / Pixabay
Medikament gegen Corona? Forscher aus Australien haben ein Arzneimittel gefunden, das im Kampf gegen das Coronavirus helfen könnte: ein Krätzemittel. Symbolfoto: Michal Jarmoluk / Pixabay

Mittel gegen Corona: Der größte Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Coronavirus ist ein Medikament - nur damit ließe sich die Verbreitung des Virus aufhalten. Viele Forscher suchen daher aktuell nach einem Mittel im Kampf gegen das Coronavirus. Wissenschaftler der "Monsah-Universität" in Melbourne (Australien) haben ein Medikament entdeckt, das besonders hilfreich sein könnte, denn es zerstört das Erbgut.

Konkret geht es dabei um ein Krätzemittel. Laut Angaben der Forscher kann das Medikament das Erbgut des "Covid-19"-Erregers innerhalb von 48 Stunden angreifen und abtöten. Das ist besonders hilfreich, denn im Erbgut eines Virus sind die Informationen zu ihrer Vermehrung vorhanden.  "Ivermectin" ist eigentlich ein Mittel zur Behandlung von Kopfläusen, der Flusskrankheit und Krätze. Der Stoff, welcher aus chemischer Perspektive zu den "makricyclischen Lactonen" zählt.

Medikament gegen Coronavirus: Tests zur Dosierung notwendig

"Wir haben herausgefunden, dass bereits eine einzige Dosis die gesamte virale RNA entfernen kann", sagt Kylie Wagstaff, Leiterin der Studie. Sie berichtet weiter, dass das Forscher-Team bereits nach 24 Stunden "eine signifikante Reduktion des Erbguts" bemerkt habe. 

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Allerdings kann das Medikament aktuell noch nicht im Kampf gegen  das Corona eingesetzt werden: "Wir müssen jetzt herausfinden, ob die Dosierung, mit der wir es beim Menschen anwenden können, wirksam ist", führt Wagstaff aus. 

Eine klinische Studie ist bereits in der Vorbereitung. Die Wissenschaftler warnen jedoch vor Schnellschüssen. Für den Einsatz des Mittels am Menschen seien weitere Forschungen notwendig, die zwangsläufig nur mithilfe von finanziellen Mitteln möglich seien. 

Wissenschaftler auf der ganzen Welt suchen aktuell nach einem Impfstoff gegen das Virus. Wann dieser vorhanden ist, ist weiterhin unklar. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation "WHO" laufen derzeit 62 Forschungsprojekte dazu. Bevor ein Impfstoff zur Verfügung steht, könnte das Medikament der australischen Wissenschaftler bereits Abhilfe leisten: "In Zeiten, in denen wir eine globale Pandemie haben und es keine zugelassene Behandlung gibt, könnte eine Verbindung, die bereits weltweit verfügbar ist, den Menschen früher helfen", sagt Studienleiter Wagstaff. "Ivermectin" stünde wohl für eine massenhafte weltweite Behandlung zur Verfügung, wie Focus Online berichtet.

Ivermectin: Wie wirkt das Mittel auf das Coronavirus?

Die Wirkung von "Ivermectin" ist nicht abschließend erforscht. Allerdings existiert unter Experten die These, dass der Stoff die Wirkung des Coronavirus eindämpft. Konkret soll "Ivermectin" den Erreger hindern, Wirtszellen des angegriffenen Organismus angreifen zu können. Die Wirtszellen garantieren dem Coronavirus durch Andocken und Zehren eine rasche Verbreitung im Körper. 

In gesunden Immunsystemen wehren sich Wirtszellen in der Regel gegen "Sars-CoV-2". Allerdings stehen Erstinfizierte dabei im Fokus. In Immunsystemen, die den Erreger noch nicht kennen, konnten noch keine Antikörper dagegen gebildet werden: Somit ist kein Schutz vorhanden und die Wirtszelle können sich nicht gegen den Erreger wehren.

tu