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Coronavirus: Darf ich noch zum Zahnarzt?

Die Corona-Krise versunsichert: Was ist erlaubt? Auf was sollte lieber verzichtet werden? Auch bei anstehenden Zahnarztbesuchen stellen sich diese Fragen.
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Bei Notfällen besteht für den Zahnarzt Behandlungspflicht. Doch die Behandlung muss für den Arzt und sein Personal zumutbar sein. Symbolfoto: freepik Foto: freepik

Vorsorgeuntersuchungen, die Erneuerung von Füllungen oder ein dringender Notfall - während der Corona-Krise stellt sich die Frage, wann es noch vertretbar ist, zum Zahnarzt zu gehen.

Die Bayerische Landes-Zahnärzte-Kammer betont, dass Zahnärzte und ihre Mitarbeiter weiterhin ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen, um zahnärztliche Behandlungen auch während der Corona-Krise durchzuführen. Sie appelliert aber an alle, nur bei dringend notwendigen Behandlungen zum Zahnarzt zu gehen. 

Corona-Krise: Auch Zahnarztpraxen leiden unter fehlender Schutzausrüstung

Aufgrund von fehlender Schutzausrüstung mussten bereits einige Praxen schließen, teilte die Bayerische Landes-Zahnärzte-Kammer mit. 
Durch diese Engpässe und das Vermeiden von Sozialkontakten bittet auch die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns aufschiebbare Behandlungen nach Ende der Schulschließung durchführen zu lassen.

Bei Notfällen besteht für den Zahnarzt eine Behandlungspflicht. Aber die Behandlung muss für den Arzt und dessen Personal zumutbar sein. Wenn beim Patienten also der Verdacht besteht, an Covid-19 erkrankt zu sein, muss abgewägt werden: Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko? Und was ist der Grad des Notfalls?

"In den ersten Tagen nach einer Infektion sind die Viren vor allem im Rachenraum hoch konzentriert. Beim Bohren, wenn sich mit dem Wasser ein feiner Nebel bildet, könnten Viren auch aus dem Rachenraum und der Mundhöhle in die Luft gelangen", sagte Professor John Ziebuhr, Leiter des Instituts für Medizinische Virologie der Universität Gießen, der "Apotheken Umschau".

Wer sich nicht sicher ist, ob sein zahnärztliches Problem aufschiebbar ist, sollte das individuell mit seinem Zahnarzt abklären.

Ausgangsbeschränkung und Kontaktsperren sollen das Coronavirus eindämmen. Weiterhin erlaubt ist es, sich außerhalb der Wohnung sportlich zu betätigen - zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. Wie groß ist die Gefahr einer Infektion für Jogger und Spaziergänger?