Besonders in den ersten drei Jahren haben Eltern das Gesetz auf ihrer Seite, da sie jetzt die sogenannte Elternzeit nehmen können.

Elternzeit frühzeitig ankündigen

Nicht nur leibliche Eltern, sondern auch Adoptiveltern oder solche, die Kinder in Pflege nehmen, haben Anspruch auf die Elternzeit. Von der Arbeit wird man während dieser Phase freigestellt und kann nach Ablauf wieder in seinen Job zurückkehren. Maximal kann man sich drei Jahre lang von seiner Arbeitsstelle freistellen lassen und sich um die Kinder kümmern.

Allerdings muss man dies rechtzeitig seinem Arbeitgeber mitteilen. So ist man verpflichtet, spätestens sieben Wochen vor Beginn seine Entscheidung schriftlich mitzuteilen. Eine mündliche Absprache zählt hier nicht. Man sollte in seinem Schreiben auflisten, wie die Elternzeit geplant ist. Möglich ist beispielsweise, sich Vollzeit um das Kind zu kümmern, aber auch Teilzeit im Betrieb weiterhin zu arbeiten. Dies kann besonders in Branchen wichtig sein, in denen man sich aufgrund von laufender Entwicklung kaum erlauben kann, zwei oder drei Jahre vollständig auszusetzen. Da es dann schwer ist, nach der Elternzeit wieder Fuß zu fassen, entschließen sich Mütter oder Väter in diesem Fall oft für eine Teilzeitstelle.

Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitszeitmodellen

Natürlich kommt dann häufig der Aspekt der Finanzierung einer Kinderbetreuung hinzu. Unter Umständen sind die Kosten für eine Tagesmutter oder einen Kita-Platz so hoch, dass ein Großteil des Verdienstes hierfür in Anspruch genommen werden muss. Glücklich können sich dann Angestellte schätzen, die einen Arbeitgeber wie beispielsweise Media Consulta haben, bei dem in der Führungsetage fast 70 Prozent weiblich sind. Daher werden in diesem und ähnlichen Unternehmen oft flexible Arbeitszeitmodelle und eine Beteiligung an den Kosten der Kinderbetreuung angeboten.

Allerdings ist die Elternzeit nicht nur für die Mutter möglich; auch Väter können einen Teil übernehmen. Die Eltern können die möglichen drei Jahre untereinander aufteilen, sodass jeder in den Genuss kommen kann, das Kind intensiv aufwachsen zu sehen.