Zeil am Main

Wie war das noch mal mit dem Bremsen?

Lange Zeit lagen sie unbeachtet im Eck. Jetzt wurden sie wieder hervorgekramt, die Inlineskates. Warum? Unsere Zeitung macht mobil mit seinen Aktivwochen. Und hat damit ganz schön etwas ins Rollen gebracht.
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Etwas rumpelt es zwar, doch geht es auch auf der holzig-holprigen Brücke voran. Fotos: Andreas Lösch
Etwas rumpelt es zwar, doch geht es auch auf der holzig-holprigen Brücke voran. Fotos: Andreas Lösch
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In der Theorie sieht das Ganze so aus: Der Reporter schnallt sich die Inlineskates an, fährt elegant von Zeil nach Krum und noch weiter oder wieder zurück und berichtet, wie es ihm ergangen, pardon: was ihm widerfahren ist. In der Praxis geschieht das dann auch so. Jedoch das mit der Eleganz, das hat nicht so gut geklappt.

Ein Fehler, der vermieden werden kann, sofern der gewillte Inlineskater mitdenkt, ist: Nicht einfach so mir nichts dir nichts drauflos fahren. Eine Wartung des Sportgeräts, das längere Zeit nicht im Einsatz war, ist eigentlich ein Muss. Oft genügt es, die Skates kurz durchzuchecken.

Laufen die Kugellager noch rund? Sind die Rollen verschmutzt? Ist das Material spröde? Irgendwelche Schräubchen locker? Der Reporter jedenfalls hat nicht mitgedacht und hat diesen Prozess übersprungen.
Später auf der Straße macht sich das bemerkbar. Eine der Rollen dreht nicht richtig. Das Problem ist schnell behoben, ein kleines Steinchen hatte sich verklemmt. Glück gehabt, dass es sich nicht festgefahren hat, denn dann ist der Reparaturaufwand oft größer.


Geteert, schön zu fahren

Los geht es, das Ziel heißt Krum. Von Zeil aus lässt sich hier ein geteerter beziehungsweise auf einem kurzen Abschnitt gepflasterter Radweg nutzen. Genau das richtige für den Wiedereinsteiger: Die nicht ganz zwei Kilometer lange Strecke ist nahezu eben, nur zweimal müssen wenig befahrene Seitenstraßen gequert werden.

Es klappt schon ganz gut, nur die Eleganz, die fehlt eben. Auf Inline-Skates erreicht man, je nach Modell, schnell ein beachtliches Tempo. Das wird dem Reporter zum Verhängnis: Wie war das nochmal mit dem Bremsen? Der Stopper hinten am rechten Schuh braucht recht lange, um den Fahrer zum Stehen zu bringen. Einen Schuh leicht versetzt querstellen, auch das bremst nur zaghaft und nutzt zudem die Rollen stark ab und kann einen schon mal aus dem Gleichgewicht bringen. Dann lieber die effektivste Anfänger-Technik: Ab in die Wiese. Klappt wunderbar, sieht halt albern aus.

Der anschließende Versuch, der Coolness halber wie ein Eishockeyspieler zu bremsen, geht schief. Der Reporter dreht sich um die eigene Achse und landet schließlich erneut in der Wiese. Spaß hat es trotzdem gemacht. Und: Das kurze Radweg-Stück zwischen Zeil und Krum ist hervorragend zum Üben geeignet.