Frank Schindhelm selbst bezeichnet sich - ganz bescheiden - als "durchschnittlich sportlicher Typ". Dabei macht der 50 Jahre alte Transportunternehmer so einiges zum regelmäßigen Ausgleich zum Bürojob: Snowboarden, Ski fahren, Rad fahren, Inliner fahren, Wasserski fahren oder auch Waveboard fahren. Auch dem Motorsport ist er sehr angetan, war einige Male sogar "Mitteldeutscher Meister" in der Geländewagenmeisterschaft der Klasse III. Außerdem ist Frank Schindhelm leidenschaftlicher Oldtimer-Fan, bevorzugt vor allem ältere "Schlitten" aus US-Produktion, und fährt noch dazu auch gerne Motorrad. Jetzt mal ehrlich: Wo soll da noch Zeit zum Joggen bleiben? Zumal er dem Joggen auch lange Zeit so überhaupt nichts abgewinnen konnte, wie er erzählt.

Aber dann geschah - vor gut einem Jahr - Folgendes, wie er erzählt: "Eine Freundin wollte, dass ich wenigstens mit dem Rad nebenher fahre, wenn sie läuft - aber ich merkte bald, dass dies Nebenher-Fahren nicht die Erfüllung ist." Also sei ihm ja fast gar nichts anderes übrig geblieben, als einfach mitzulaufen. Und so langsam fand Frank Schindhelm dann doch Gefallen an diesem Sport.

Als ganz praktisch erwies es sich in diesem Zusammenhang, dass Frank Schindhelm nicht weit entfernt vom Goldbergsee wohnt, der ideal fürs Joggen ist. "Die kleine Runde mit 3,5 Kilometer über den Goldberg war für mich nicht die große Herausforderung", erinnert er sich. "So begann ich, die große Runde um den See zu laufen. Da es um den See sehr flach ist, waren auch diese knapp sechs Kilometer für mich als Lauf-Anfänger zu schaffen!"

Frank Schindhelm lief und lief - und traf plötzlich auch andere Läufer, die am Goldbergsee unterwegs waren, und kam mit ihnen ins Gespräch. Nun ging alles recht schnell: Er meldete sich zu seinem ersten Wettbewerb an. Ende April 2012 lief Frank Schindhelm in Bad Staffelstein seinen ersten Halbmarathon - mit einer Zeit von zwei Stunden und zehn Minuten.

Und Frank Schindhelm erzählt weiter: "Damals lernte ich auch einige Läufer kennen, die gerade im Begriff waren, eine Laufgruppe zu gründen. Der Treffpunkt war zu dieser Zeit am Goldbergsee. Somit war ich einer der ersten Läufer in dieser neuen Laufgruppe ,RunningBros'". Schnell wurde die Gruppe durch Werbung und Mundpropaganda größer - und Frank Schindhelm beim laufen immer professioneller. "Durch Gespräche mit anderen Läufern wurde ich auf das App ,Runtastic Pro' aufmerksam, welches ich mir zulegte und auch heute noch damit meine sportlichen Aktivitäten - auch in anderen Sportarten - berechne beziehungsweise festhalte."
Die "Running Bros" haben sich längst zu einer großen, attraktiven und sportlichen Gemeinschaft zusammen gefunden, bei denen auch im privaten und geselligen Bereich viele Veranstaltungen ausgeführt werden. Im Rahmen der Aktivwochen unserer Zeitung bilden zehn Läufer der "Running Bros" auch die "Tageblatt-Laufgruppe".
Aber noch einmal zurück zu Frank Schindhelm: Zu seinen bislang größten Herausforderungen zählten im Sommer 2012 der Run-&-Bike-Marathon, den er mit meinem Freund Volker Sollmann in drei Stunden und 22 Minuten schaffte. Im Herbst 2012 stellte er sich noch der Herausforderung, den Untertagelauf in Sondershausen zu bewältigen. "Hunderte von Metern unter Tage bei trockener Luft und weit über 20 Grad eine Distanz von zehn Kilometer zu laufen, auf denen auch viele Höhenmeter zu überwinden waren, war für einen Lauf-Anfänger wie mich eine sehr große Herausforderung!" Aber auch der Altstadtlauf von Seßlach (zehn Kilometer um die Stadtmauern herum) bei über 30 Grad sei sehr an seine Grenzen gegangen. Außerdem stehen auf seiner Läufe-Liste im allerersten Jahr zum Beispiel noch der Vestelauf "Rund um die fränkische Krone", der Schottensteiner Kerwa-Lauf und der Medical-Park-Marathon-Staffellauf in Bad Rodach. Und was plant er für die Zukunft? "Ich hoffe, noch viele schöne Läufe und gesellige Stunden mit den ,Running Bros' erleben zu dürfen!"