Die fünfte Ausgabe der Musik-Casting-Show The Voice of Germany ist am Donnerstagabend mit dem Sieg der 17-jährigen Jamie-Lee Kriewitz aus Hannover zu Ende gegangen. Tiffany Kemp aus dem unterfränkischen Kitzingen kam auf Platz 3.

Die Siegerin, die neben ihrer Stimme mit bunten und schrillen Outfits im Stile japanischer Manga-Comics auf sich aufmerksam gemacht hatte, bekam mehr als 38 Prozent der Stimmen der Zuschauer, die per Telefon und SMS votieren konnten. Jury-Neuzugang Andreas Bourani kam mit seinen beiden Talenten Ayke Witt (23) aus Groß-Twülpstedt bei Wolfsburg und Tiffany Kemp (37) aus Kitzingen auf die Plätze 2 und 3. Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß landete mit ihrer Finalkandidatin Isabel Ment (20) aus Berlin auf dem vierten Rang.

Kriewitz, Kandidatin aus dem Team von Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier konnte ihr Glück kaum fassen und sank nach der Bekanntgabe des Ergebnisses auf die Knie. Interviews durfte die 17-Jährige nach der ProSieben-Show aus Jugendschutzgründen nicht geben, sie betonte aber bereits zuvor: "Wenn ich gewinne, will ich ganz viel feiern, aber erstmal meine Schule fertig machen, um eine Absicherung zu haben."

Beck und Smudo wollen die Karriere ihres Schützlings, der mit seiner Single "Ghost" schon weit oben in den Download-Charts steht, weiter beobachten. "Unsere Aufgabe als Coaches ist es jetzt, aufzupassen auf die Kleine. Nachzugucken und nachzufragen, dass da nicht zu viel Unfug mit ihr getrieben wird." Zuvor huldigten die beiden Rapper dem "Manga-Mädchen" bereits, als sie zu Beginn der Show cool in bunten Manga-Outfits auf die Bühne kamen. 
 
Die Nachwuchssänger traten bei der Liveshow aus Berlin mit ihren eigenen Singles und den Musikstars Ellie Goulding ("Burn"), Cro ("Burn"), James Morrison ("Broken Strings") und Jess Glynne ("Rather Be") auf. Highlight war aber der Gute-Laune-Auftritt der britischen Rockband Coldplay - mit buntem Konfettiregen und Breakdancern in Affenkostümen. Sänger Chris Martin tänzelte bereits Minuten vor dem Song "Adventure Of A Lifetime" auf der Bühne umher, fernab der Fernsehkameras. 

Der irische Coach Rea Garvey konnte sich im Finale zurücklehnen, denn seine verbliebenen Kandidaten waren im Halbfinale ausgeschieden. Der Rocksänger servierte seinen Kollegen während der Show Cocktails, laut Smudo "Aperol mit Sekt, ein Unisex-Drink".

Auf der Aftershow-Party wurde die neue "Stimme Deutschlands" von ihren Eltern begleitet. Die Fantas ließen es zum Ausklang der fünften Staffel aber nicht so richtig krachen. Smudo kündigte an, am Tag danach in den Winterurlaub zu fliegen, Beck musste weiter zur nächsten Castingshow: "Weihnachtsvorsingen im Kindergarten von meiner Tochter - um 9.15 Uhr."