Ludwigschorgast

Trailrunning: Ein ganz anderes Laufgefühl

Trailrunning beginnt dort, wo die Straße oder der gepflegte Forstweg aufhört. Für die Marathonanwärter Sindy Meier und Dieter Oeckl ist es eine Übung, die sie in ihr Training eingebaut haben.
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Den Sprung wagen: Trails bieten echte Herausforderungen. Da muss man auch schon mal über seinen Schatten springen. Sindy Meier von der LG Ludwigschorgast, die sich auf ihren ersten Marathon in München vorbereitet, liebt das Traillaufen. Foto: Michael Kraus
Den Sprung wagen: Trails bieten echte Herausforderungen. Da muss man auch schon mal über seinen Schatten springen. Sindy Meier von der LG Ludwigschorgast, die sich auf ihren ersten Marathon in München vorbereitet, liebt das Traillaufen. Foto: Michael Kraus
Traillaufen beginnt dort, wo die Straße aufhört, und ist etwas für Individualisten. Es macht nicht nur viel Spaß, sondern bringt auch viel Abwechslung.

Das Laufen auf schmalen Pfaden ist absolut nichts für Anfänger und gar nicht mit dem Waldlauf durch den gepflegten Forst zu vergleichen. Das Trailrunning hat einen wesentlich anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrad.
Auch für Sindy Meier und Dieter Oeckl ist das Trailrunning wichtiger Bestandteil ihres Trainingsplanes auf dem Weg zum München-Marathon. Während Sindy schon öfters "off road" unterwegs war, hatte sich Dieter mit Laufschuhen vorher überhaupt noch nicht im Gelände bewegt. "Außer mit dem Mountainbike", sagte er.


Schauen, wo der Fuß aufsetzt

Sindy Meier genießt sehr das Laufen im Wald auf den unbefestigten Wegen: "Es ist die Ruhe und die herrliche Atmosphäre, kein Straßenlärm, dafür angenehmes Vogelgezwitscher." Weiter betont sie: "Man muss unheimlich konzentriert sein und genau hinschauen, wo man den Fuß aufsetzt. Es ist auf jeden Fall eine größere Belastung für die Gelenke, Bänder und Sehnen." Dieter Oeckl ist sich inzwischen mit der 31-Jährigen einig, "dass Trailrunning unheimlich viel Spaß macht und sehr abwechslungsreich ist".


Mehr Muskeln im Einsatz

Im Gegensatz zum Laufen auf der Straße oder einem gepflegten Forstweg, wo man einen gleichmäßigen Schritt hat, sind die Anforderungen an Füße und Gelenke beim Geländelauf erheblich höher. Die Schrittlänge variiert ständig: bergauf kürzer - bergab länger. Somit werden mehr Muskeln eingesetzt und belastet als in der Ebene. Auch eine hohe Flexibilität muss vorhanden sein, zum Beispiel durch plötzlich notwendige Sidesteps, durch verstärkten Kniehub oder durch das Überspringen von Hindernissen wie Baumstämme, kleine Bachläufe und so weiter. Der Untergrund ist vielfältig: sandig, steinig, felsig, matschig. Für versierte Trailrunner sind auch Flussdurchquerungen und kleine Klettereinlagen im alpinen Gelände kein Hindernis.

Das Tempo ist dabei gar nicht das entscheidende Kriterium, sondern eine gute Grundkon dition. Man muss die Mentali -tät besitzen, mit kleinem Rucksack (Camelbak) oder Trink-gürtel durch die Gegend rennen zu wollen. Weitere Voraussetzungen sind eine ausgeprägte Trittsicherheit und unempfindliche Füße und Gelenke. Nur dann macht das Traillaufen auch richtig viel Spaß.


Rundenlaufen ist verpönt

Beim Trailrunning ist es Ehrensache, dass keine Runden gelaufen werden, sondern von Punkt zu Punkt. Also ein landschaftliches Unikat mit Erlebnischarakter. Und ein ganz anderes Laufgefühl.
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