Ob Jamaika oder die Coburger Veste, Jan Hüther ist schon an beiden Orten seiner großen Leidenschaft nachgegangen: dem Laufen. Er ist 26 Jahre, zehn davon läuft er bereits und das durchaus intensiv. Mit den ersten Wettkämpfen hat er mit 18 angefangen. Sechs Tage die Woche macht er Sport, drei Mal laufen, so rund 45 Kilometer. "Es kann aber auch mal mehr werden", sagt Hüther. Zusätzlich geht er noch drei Mal wöchentlich ins Fitnessstudio. "Da mache Ergänzungstraining, um den Oberkörper stabil zu halten", so Hüther.
Das sind - für den "Ich müsste mal wieder Sport machen-Typen" - doch recht beeindruckende Zahlen. Aber trotzdem sagt Hüther immer noch: "Laufen macht einfach Spaß."

Andere würden sein wöchentliches Pensum als extrem oder vielleicht sogar verrückt bezeichnen, aber für ihn ist es ein wichtiger Ausgleich zum Alltag im Büro. Er ist Vertriebstrainee bei der Baywa in Bamberg und pendelt täglich von Coburg zur Arbeit. Bei den Lauf-Treffen der RunningBros am Dienstag und Donnerstag ist er immer dabei und zusätzlich am Sonntag mit einem Freund oder auch mal alleine unterwegs.

Denn er bereitet sich auch auf Wettkämpfe vor, sein Schwerpunkt sind Halbmarathons und Zehnkilometerläufe, wie der Veste-Lauf oder der Coburger Cityrun im Juni, wo er mit einem Freund "richtig was reißen will".
Für heuer hat sich Hüther auch die Teilnahme an zwei Marathons vorgenommen. Fest eingeplant ist der Frankenweg-Marathon und der laufbegeisterte Hüther verrät auch warum: "Von dem hab ich schon viel Gutes gehört und das Panorama soll spitze sein." Wenn er neben seiner Arbeit noch Zeit hat, dann will Hüther auch in München antreten. "Da bin ich schon einmal mitgelaufen und will das unbedingt noch mal wiederholen."

Aber an seinen schönsten Marathon kommt so schnell kein Lauf der Welt heran. "Der Marathon auf Jamaika war schon etwas Besonderes. So am Strand lang zu laufen war echt cool und mit der Temperatur hatte ich auch Glück, es waren nur 27 Grad normalerweise sind es so um die 34." Zu diesem einmaligen Lauf-Erlebnis ist Hüther eher durch Zufall gekommen. Während seines Studiums war er 2011 ein halbes Jahr für ein Auslandssemester in den USA und machte auf der Karibikinsel Urlaub. "Meine Laufschuhe habe ich immer dabei, deshalb konnte ich spontan mit machen."

Sein letzter größerer Lauf war mit einigen anderen RunningBros beim Welterbe-Lauf in Bamberg. Für den Halbmarathon hat er eine Stunde und 45 Minuten gebraucht - gar nicht so schlecht. Denn der Sieger ist mit einer Stunde und 10 Minuten nur rund 35 Minuten eher ins Ziel gelaufen.
"Es geht mir aber nicht immer um die Zeit", sagt Hüther, "der Spaß und der Ausgleich zur Arbeit steht klar im Vordergrund".

Die RunningBros, bei denen er seit kurzem auch Vereinsmitglied ist, sind für ihn mehr als nur eine Laufgruppe. "Es sind auch schon Freundschaften entstanden, ich wurde von Anfang an sehr gut aufgenommen. Toll ist auch, dass jeder sein Tempo laufen kann, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen", so Hüther.
Das kennt er auch anders. Während seines Studiums hat er auch schon negative Erfahrungen in Laufgruppen gemacht. "Es gab Sprüche, wenn man langsamer oder schneller war als der Rest, das war nicht so gut. Bei den Bros gibt es so etwas nicht".

Streckenbeschreibung: Dörfles-Esbach, um die Veste und zurück

Start Wir starteten an der RunningBro- Winterbase, dem Sportland in Dörfles-Esbach. Hier sind nicht nur ausreichend Parkplätze sondern auch Umkleiden und Duschen vorhanden, welche gegen eine geringe Gebühr benutzt werden können.

Länge Die hier beschriebene Strecke ist ungefähr 14 Kilometer lang und kann verkürzt oder auch verlängert werden.

Schwierigkeit Die Strecke eignet sich nicht für Anfänger, da sie einige Steigungen beinhaltet, welche in einen Aufstieg zur Veste gipfeln. Der Laufuntergrund besteht aus asphaltierter Straße und Feldweg. Als besonderer Höhepunkt ist der Ausblick über Coburg zu nennen. Durch die abwechslungsreiche Strecke, die sich in Vorstadt, Veste, Wald- und Feldwege aufgliedert, läuft es sich sehr angenehm.

Strecke Vom Sportland laufen wir am Autohaus Bender vorbei. Danach geht es in Richtung Veste und der Aufstieg beginnt. Hierfür nehmen wir den Gustav-Freytag-Weg, wo wir kurz vor dem Festungshof heraus kommen. Anschließend laufen wir um die Veste, um den Rundblick auf Coburg zu genießen. Dann geht es weiter Richtung Rögener Hütte, wo wir auf einen Feldweg einbiegen. Dieser führt uns in Richtung Tierheim, wo es dann den Veste-Lauf Abstieg in Richtung Hexen Häuschen herunter geht. Weiter durch den Wald nach Waldsachsen, wo wir jedoch Richtung Schulze abbiegen und auf dem Radweg nach Dörlfes weiterlaufen, zurück