Als Alexandra Jablonowski (wieder) das Licht der Welt erblickte, war sie ganz schön frustriert: "Meine Zeit war fürchterlich schlecht", erinnert sie sich. Zuvor hatte sie erstmals am "Kristall-Lauf" im thüringischen Sondershausen teilgenommen; diese Laufveranstaltung findet "unter Tage" in einem Bergwerk statt. Und damals, vor etwa eineinhalb Jahren, fasste die Coburgerin, die bis dahin nur eine Gelegenheitsläuferin war, einen folgenreichen Entschluss: "Beim nächsten Mal will ich eine bessere Zeit erreichen!"

Ein Erlebnis in der Gemeinschaft

Also begann sie damit, ein bisschen regelmäßiger zu laufen. "Doch speziell im Winterhalbjahr, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, fällt es ganz schön schwer, sich aufzuraffen", gibt die 31-Jährige ganz offen zu. Doch zum Glück lernte sie dann die "Running Bros'" kennen; also die Laufgruppe, die während unserer "Aktivwochen" auch als Tageblatt-Laufgruppe firmiert. Gelaufen wird dort immer dienstags und donnerstags sowie ab und zu am Wochenende - immer zielstrebig, aber auch immer locker und immer mit viel Spaß.

"Dieses Gemeinschaftserlebnis ist für mich beim Laufen sehr wichtig", findet Alexandra Jablonowski, die es aber auch nicht übertreiben will: "Mein Ziel war es nie, in vielleicht nur einem Jahr schon einen Marathon zu schaffen." Schließlich soll das Laufen einfach nur ein schönes Hobby und ein schöner Kontrast zum Bürojob sein. "Ich sitze den ganzen Tag", berichtet sie, "und seit ich ein- bis zweimal in der Woche laufe, bin ich viel entspannter."

Trotzdem: Mittlerweile kann sie nicht nur mit Stolz erzählen, dass sie sich bei ihrem zweiten "Kristall-Lauf" in der Tat deutlich verbessert hat, sondern dass sie vor wenigen Wochen auch mit Erfolg ihren ersten Halbmarathon absolviert hat. Und wann steht der erste Marathon an?! "Ich will das ja gar nicht ausschließen", sagt Alexandra Jablonowski und lächelt: "Aber mein wichtigstes Ziel bleibt, mich kontinuierlich zu verbessern und vor allem weiterhin Spaß dabei zu haben."

Laufen, wenn die anderen noch schlafen

Für einen Marathon müsste sie deutlich mehr trainieren und somit auch deutlich mehr Zeit aufwenden - Zeit, die sie aktuell aber gar nicht hat und auch gar nicht haben will. Sie genießt es, regelmäßig in der Gemeinschaft zu laufen - Sonntagfrüh aber gelegentlich auch mal alleine. "Wenn die anderen noch schlafen", sagt sie mit einem Augenzwinkern. Ihre Lieblingsstrecken, die sie sowohl mit den "Running Bros'" als auch alleine gerne läuft, sind im Callenberger Forst sowie hinauf zur Veste und weiter zur Brandensteinsebene. "Der Ausblick von dort ist toll!" Und natürlich kein Vergleich zu den Aussichten in einem Bergwerk "unter Tage".