Tierische Produkte wie Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und vor allem das für zahlreiche Funktionen lebenswichtige Eiweiß. Fleisch versorgt den Körper optimal mit dem Spurenelement Eisen, das besonders wichtig für die Blutbildung und für die Immunabwehr ist. Außerdem fördert Fleisch die Aufnahme von Eisen, Zink, Selen und Vitamin A aus pflanzlichen Lebensmitteln in den Organismus und gewährleistet somit eine gute Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen.

In einer gesunden Ernährung sind pflanzliche Lebensmittel nicht wegzudenken. Gemüse, Obst, Getreide und Kräuter enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und sorgen durch ihren hohen Ballaststoffgehalt für eine gute Verdauung. Sie sollten sie deshalb vielfältig und am besten täglich in Ihren Ernährungsplan einbauen.
Wenn Sie sich mit einer gesunden, vollwertigen Mischkost ernähren und auf eine schonende Vor- und Zubereitung der Lebensmittel achten, nehmen Sie in der Regel alle notwendigen Nährstoffe auf!

Unentbehrlich und lecker: Vitamine

Man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht, aber sie sind unentbehrlich: Vitamine werden in zwei Gruppen eingeteilt - die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K und die wasserlöslichen Vitamine wie C und der gesamte B-Komplex. Ihre Aufgabe im Körper ist der reibungslose Ablauf des Stoffwechsels, Stärkung des Immunsystems, Erneuerung der Zellen, Abwehr von freien Radikalen, und sie sind für unser größtes Organ, die Haut, unentbehrlich!

Wasserlösliche Vitamine können im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen kaum vom Körper gespeichert werden, somit ist eine Zufuhr fast täglich nötig. Eine gesunde Mischkost aus pflanzlichen und tierischen Produkten reicht in der Regel dafür aus. Vitamine sind hitze-, licht- und sauerstoffempfindlich, die wasserlöslichen können durch Wasser ausgespült werden. Das Braten, Dünsten und Dämpfen ist also besser als in Wasser kochen.

Mehr Vitamine in die Küche zu bringen, ist ganz einfach: Salatmarinaden beispielsweise nicht mit Wasser, sondern mit Fruchtsäften wie Apfelsaft, Trauben-, Orangen-, Mango- oder Johannisbeersaft herstellen. Auch Gemüsesäfte von Karotten, Sauerkraut, Rettich, rote Bete und Tomaten eignen sich hierfür bestens. Die Säfte können auch in der warmen Küche verwendet werden, um Sauerkraut, Rotkohl und Suppen zu verfeinern. B-Vitamine kann man in Form von getrockneter Bierhefe fast allen Speisen zusetzen - ein Kaffeelöffel pro Person. Pflanzenöle bringen das Hautschutzvitamin E mit. Cranberrysaft ist der Vitamin-C-Turbo. Aber auch getrocknete Cranberries, dem Rotkohl, Wild-Sauerbraten oder Lammragout zugegeben, sind der Hit - was Gesundheit und Geschmack angeht!

Vitamine und Mineralstoffe gehören zusammen wie Bruder und Schwester

Spurenelemente wie Jod, Kupfer, Zink, Mangan oder auch Selen sind den Mineralstoffen untergeordnet. Mineralstoffe können vom Körper nicht produziert werden, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Kalzium und Phosphor z.B. sind der Zement für Knochen und Zähne. Magnesium ist für die Energiegewinnung, für den Bau von Enzymen, für die Nervenfunktion und Muskeltätigkeit verantwortlich. Natrium, Kalium, Chlor und Schwefel sind für den gesamten Wasserhaushalt zuständig und halten diesen im Gleichgewicht. Eisen, Jod, Fluor, Kupfer, Mangan, Selen, Chrom, Zink und Molybdän sind "Arbeitsbienen" für die genannten Mineralstoffe der Königsklasse.

Ebenso wie Vitamine sind die Mineralstoffe empfindlich, meist wasserlöslich und werden so bei falscher Zubereitung aus den Lebensmitteln ausgespült. Kühl, dunkel und ohne Sauerstoffzufuhr lagern. Tierische Produkte sind meist gut mit Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink, Mangan, Jod, Selen, Kupfer und Fluor ausgestattet. Kalium decken wir in erster Linie über Gemüse und Obst ab.

Dünsten, dämpfen oder braten sind ideale Garmethoden - Kochen wäre die schlechtere Alternative. Tiefkühlung ist für Mineralstoffe die ideale Aufbewahrung.

Für die Aufbereitung von Speisen und Getränken ist Mineralwasser ein Garant für eine erhöhte Mineralstoffzufuhr - besonders wenn beim Sport durch Schwitzen wertvolle Mineralien verloren gehen.

Ihr Armin Rossmeier


Als Mineraldrink vor dem Sport empfiehlt Armin Rossmeier seinen Sauerkraut-Molke-Drink
Zutaten für vier Personen

¼ l Sauerkrautsaft
¼ l Molke
1/8 l Birnensaft
3 EL getrocknete Cranberries
2 EL Rübensirup
Pfeffer, evtl. Salz

Sauerkraut- und Birnensaft mit der Molke in den Mixer geben, gut aufmixen.
Rübensirup zugeben, kurz mixen und mit Salz und Pfeffer würzen, Cranberries obenauf verteilen.
Zubereitung ca. 10 Minuten

Nährwert pro Person
67 kcal - 0 g Fett - 2 g Eiweiß - 14 g Kohlenhydrate - 1 Broteinheiten



Als Mineraldrink nach dem Sport empfiehlt Armin Rossmeier den Kefir-Birnendrink
Zutaten für 4 Personen

600 ml Kefir
200 g Birnen (3 Stück)
2 cl Rum
15 g Vanillezucker
3 EL Crasheis
1 EL Krokant (Fertigprodukt)
4 Stück Johannisbeerträubchen
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker
Longdrinkgläser
4 Minzesträußchen

Birnen säubern, halbieren, Kernhaus ausschneiden und Spalten schneiden. 8 Spalten von der Stielseite bis zur Mitte einschneiden.
Johannisbeerträubchen mit Zitronensaft beträufeln und in Zucker wenden. Birnenspalten und Beerenträubchen am Glasrand anstecken.
Restliche Birnenspalten in den Mixer geben, Rum und Vanillezucker, Krokant, Kefir und Crasheis zufügen und gut aufmixen. In die vorbereiteten Gläser füllen und mit Minzesträußchen garnieren.
Zubereitung ca. 10 Minuten.

Nährwert pro Person
154 kcal 3 g Fett 6 g Eiweiß, 22 g Kohlenhydrate, 1,5 Broteinheiten