Köln
Lauf-Tipps

Distanz ist nicht alles - Streckenprofil beachten

Im Frühjahr beginnt alljährlich die Zeit der Volksläufe - und viele Sportler fragen sich, welches der zahlreichen Events das richtige ist.
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Volkslauf in Coburg Foto: CT/Archiv, Timo Geldener
Volkslauf in Coburg Foto: CT/Archiv, Timo Geldener
Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln rät, auf etablierte Veranstalter zu setzen. Diese sind in vielen Fällen vom regionalen Leichtathletikverband autorisiert und werden von erfahrenem Personal organisiert. Ein Indikator für eine gut organisierte Veranstaltung sei oft, dass der Wettbewerb nach Streckenlängen oder alternativ nach verschiedenen Leistungsgruppen eingeteilt ist. Dadurch lasse sich das Durcheinander am Start reduzieren.

Für die meisten Läufer dient die Renndistanz als entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Wettbewerbs. Aber auch das Streckenprofil und die Bodenbeschaffenheit müssen berücksichtigt werden. "Auf weichem Boden, durch viele Anstiege und Bergab-Passagen ist die Belastung für den Körper höher als auf einer ebenen Asphaltstrecke", erläutert Froböse.

Für einen erfolgreichen Lauf empfiehlt der ehemalige Leistungssportler, immer mit einem individuellen Plan ins Rennen zu gehen. Diesem solle eine realistische Selbsteinschätzung der aktuellen Leistungsfähigkeit zugrunde liegen. "Selbst in einem insgesamt schnellen Lauf sollte der Athlet mindestens bis zum letzten Streckendrittel an seiner geplanten Renneinteilung festhalten."

Um einen solchen Plan vorab aufzustellen, können sich Läufer bereits im Training an der Pulsfrequenz oder einer angestrebten Laufzeit pro Kilometer orientieren. Am Renntag selbst vermeiden sie unnötigen Stress, indem sie ihre Startnummer frühzeitig abholen und die Unterbringung von trockener und wärmender Kleidung nahe dem Ziel geklärt haben. dpa