München
Pollen-Allergie

Unfall-Risiko Heuschnupfen: Was Allergiker beim Autofahren beachten sollten

Der Frühling beginnt - und mit ihm die Pollensaison. Experten geben Tipps, wie sich Allergiker beim Autofahren verhalten sollten.
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Jeder vierte Unfall entsteht durch Niesreiz und Augenjucken. Foto: Patrick Pleul/dpa
Jeder vierte Unfall entsteht durch Niesreiz und Augenjucken. Foto: Patrick Pleul/dpa
Hatschi - Allergiker plagt der Pollenflug nicht nur mit Niesen oder tränenden Augen. Beim Autofahren kann Heuschnupfen richtig gefährlich werden.

Denn wer etwa beim Niesen die Augen zumachen muss, fährt in einer Sekunde bei Tempo 100 circa 28 Meter blind, teilt der Tüv Süd mit. Er rät daher, bei starken Allergieschüben unter Berücksichtigung des Verkehrs besser schnellstmöglich anzuhalten und erst nach einsetzender Besserung vorsichtig weiterzufahren.


Allergiker sollten Schiebedach und Fenster schließen

Zur Pollensaison - in der Regel von April bis August - sollten die Autofahrer Schiebedach und Fenster schließen und auf einen regelmäßig gewechselten Pollenfilter für den Innenraum achten. Den sollten sie nach Herstellervorgaben wechseln lassen, am besten kurz vor Start der Pollensaison, rät Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. "Liegen die Intervalle sehr weit auseinander, zum Beispiel alle zwei Jahre, können diese natürlich im Ermessen des Allergikers verkürzt werden", sagt Lucà. Nötig sollte das aber eigentlich nicht sein.

Im Schatten von Bäumen zu parken, sollten anfällige Autofahrer wegen herabfallender Pollen ebenfalls vermeiden. Um große Hitze aus dem Auto zu bekommen, gilt: Vor dem Wegfahren alle Türen öffnen und ein bis zwei Minuten lüften. Nach dem Schließen und Wegfahren die Klimaanlage anstellen und auf den ersten Kilometern die Lüftung auf Umluft stellen, damit zunächst die bereits heruntergekühlte Luft im Innenraum weiter abkühlen kann.

Es könne auch helfen, seine Jacke vor dem Einsteigen in den Kofferraum zu legen, um Pollen nicht mit nach drinnen zu nehmen. Wer auf lindernde Medikamente zurückgreift, sollte unbedingt auf die Nebenwirkungen achten. Denn selbst frei verkäufliche Mittel könnten das Reaktionsvermögen beeinflussen, warnt der Tüv Süd.