Herzogenaurach
Rückenschmerzen

Rückenschmerzen: Was dagegen hilft

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Warum so viele Menschen darunter unter Kreuzschmerzen leiden und was man dagegen tun kann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Viele Menschen leiden an Rückenschmerzen. Foto: Moniquw Wüstenhagen, dpa
Viele Menschen leiden an Rückenschmerzen. Foto: Moniquw Wüstenhagen, dpa
Man stelle sich vor, jemand greift nach einem Zehn-Liter-Eimer voller Wasser, der eine Treppenstufe unter ihm steht, und hebt ihn mit krummem Rücken an.

Kein Problem, oder? Tatsächlich lasten in diesem Moment auf dem Bereich zwischen dem untersten Lendenwirbel und dem Steißbein 750 Kilogramm Gewicht.

Der Mensch kann das ein paarmal machen - aber irgendwann rebelliert die Wirbelsäule. Sie tut das mit Schmerz, Mediziner nennen ihn den tiefliegenden Kreuzschmerz. Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes haben bis zu 85 Prozent der deutschen Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben mit Rückenschmerzen zu tun.

1. Warum haben so viele Probleme mit dem unteren Rücken?
Die Menschen werden heute viel älter als früher - entsprechend länger wird die Wirbelsäule belastet. "Zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung tun ihr Übriges", sagt Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie.

Man kann sich die Wirbelsäule vorstellen wie ein Segelschiff. Dort wird der Mast mit Tauen verspannt. So wie diese Taue halten Muskeln die Wirbelsäule aufrecht. Und genau wie die Taue müssen die Muskeln gepflegt - also trainiert - werden.

2. Welche Rolle spielt Stress?
Wer immer wieder persönlich belastenden Situationen ausgesetzt ist, hat ein höheres Risiko, dauerhaft Rückenschmerzen zu bekommen. Unter Stress werden auch Muskelgruppen um die Wirbelsäule herum aktiviert, erklärt Michael Pfingsten.

Der Psychologe von der Schmerztagesklinik der Universitätsmedizin Göttingen hat sich auf die psychischen Ursachen von Schmerz spezialisiert. In stressigen Momenten spannen sich die Muskeln an. Wenn der Körper dauerhaft einem Stresszustand ausgesetzt ist, ist auch die Muskulatur ständig verspannt.

3. Welche Bewegung ist sinnvoll?
Jeder sollte den Sport treiben, der ihm Spaß macht. Wichtig ist: Nichts tun, was wehtut.