Seit mehr als einem Jahr hatte der Mann einer Sekretärin nachgestellt, die er dann am Montag in seine Gewalt brachte.

Am frühen Nachmittag kam Ingolstadts Dritter Bürgermeister Sepp Mißlbeck (Freie Wähler) frei, nach langwierigen Verhandlungen zwischen dem Krisenstab und dem 24-Jährigen. Bei der Befreiung der anderen beiden Geiseln hatten die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) auf den Geiselnehmer geschossen und ihn an einer Schulter und einem Bein getroffen. Die Verletzungen waren allerdings nicht lebensbedrohlich.

Die Polizei hatte sich für einen Zugriff durch das SEK entschieden, weil sich die Situation am späten Nachmittag zuspitzte. Die Einsatzkräfte hätten die Aussagen des Täters nicht mehr eindeutig zuordnen können. "Wir haben auf Zeit spielen können und das bewusst genutzt", sagte Ingolstadts Polizeivizepräsident Günther Gietl.