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Berlin
Studie

Weniger Respekt vor Rettungskräften, Polizei & Co. - So angesehen sind die jeweiligen Berufsgruppen

Immer wieder wird von Übergriffen auf Rettungskräfte berichtet. Nun führte die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung eine Studie mit rund 1000 Teilnehmern zum Respekt gegenüber verschiedenen Berufsgruppen durch. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
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Insgesamt 1007 Wahlberechtigte wurden im Rahmen der Studie befragt, wie ihr Eindruck zum Respekt in der Gesellschaft gegenüber bestimmten Berufsgruppen ist. Beurteilt werden sollte unter anderem das Ansehen von Hausärzten, Lehrern, Professoren, Polizisten, Richter, Gewerkschaftern und Rettungskräften.

Vor kurzem hatte ein betrunkener 32-Jähriger in Nürnberg Rettungskräfte attackiert, als diese ihm helfen wollten.

Hausärzte genießen das meiste Ansehen

Den Probanden zufolge würden Hausärzte das größte Ansehen genießen. 26 Prozent der Befragten gaben an, die Gesellschaft würde diesen "sehr viel" Respekt zollen. Immerhin 49 Prozent sprachen von "viel" Respekt. Knapp dahinter liegen Professoren mit 24 und 48 Prozent sowie Richter mit 28 und 40 Prozent.

Die Schlusslichter sind Lehrer, Gewerkschafter und Journalisten. Schlechter schnitten nur die Politiker ab. Lediglich 7 Prozent gaben an die Gesellschaft habe "sehr viel" Respekt vor diesen. 18 Prozent schätzen, dass die Bevölkerung zumindest "viel" Respekt vor diesen habe.

Weniger Respekt als "früher"

Auch sollten die Teilnehmer der telefonisch durchgeführten Umfrage einschätzen, ob das Ansehen der jeweiligen Berufe früher höher oder geringer gewesen sei. Bei fast allen Berufsgruppen, mit Ausnahme der Gewerkschafter, gaben die Teilnehmer an, dass diese früher mehr respektiert wurden. Am stärksten habe der Respekt vor Lehrern, Hausärzten und Polizisten abgenommen, so die Befragten. Da die Umfrage allein auf subjektiven Beurteilungen der Befragten beruhen, müssen die Ergebnisse allerdings mit Vorsicht genossen werden.

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