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Berlin
Coronavirus

Lindner verstößt gegen Corona-Regeln: "Am Ende bleibt man Mensch."

Christian Lindner muss sich rechtfertigen: Auf einem Foto war zuvor zu erkennen gewesen, wie der FDP-Chef die Abstandsregel nicht einhält - und zudem keine Schutzmaske trägt
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Lindner zu seiner Umarmung eines Bekannten
ARCHIV - 12.05.2020, Berlin: Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, spricht zu Beginn der FDP-Fraktionssitzung im Bundestag zu den Medienvertretern. Lindner hat die Umarmung eines Bekannten inmitten der Corona-Krise einen Fehler genannt. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Kay Nietfeld (dpa)

FDP-Chef Christian Lindner hat die Umarmung eines Bekannten inmitten der Corona-Krise einen Fehler genannt. "Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung war ein Fehler, wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert", sagte er am Montag (18.05.2020) dem "Spiegel". Zuvor war ein Bild von ihm kursiert, auf dem zu sehen war, wie Lindner einen Unternehmer umarmte und damit gegen die Abstandsregeln verstieß. Auch Mundschutz trug der Politiker dabei nicht. Seine Maske hing ihm unter dem Kinn.

Der Vorfall sei "kein Vorsatz" gewesen, sondern "Unkonzentriertheit", sagte Lindner. "Am Ende bleibt man Mensch. Tut mir leid!", schrieb er auch auf Twitter.

Christian Lindner umarmt einen Bekannten - auch die Schutzmaske fehlt

Juso-Chef Kevin Kühnert zollte dem FDP-Vorsitzenden dafür Respekt: "Wer von Menschen und nicht von Politik-Maschinen repräsentiert werden möchte, der wird Fehler in Kauf nehmen müssen. Unabdingbar gehört dazu, dass es dann auch einen souveränen Umgang mit Fehlern in der Politik gibt", schrieb der stellvertretende SPD-Chef auf Twitter. Lindner habe jetzt vorgemacht, wie das gehen könne. "Stark!"

Nach den geltenden Abstandsregeln müssen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben, mindestens anderthalb Meter Abstand zueinander halten.